Die Prüfung ist geschafft!

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es hinter Dir. Der schriftliche Teil der März-Prüfung 2017 ist vollbracht. Hier auf der Seite findest du die Lösungsschlüssel für die Prüfungen.

Wir drücken Dir die Daumen, dass Du die Prüfung erfolgreich geschafft hast!

Wähle hier Deinen Bereich aus:

Lösungsschlüssel Heilpraktiker

Der Lösungsschlüssel ist nun mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig. Definitiv wird es dann sein wenn von Ansbach die offiziellen Lösungsschlüssel ausgegeben sind. (Letzter Stand: Do, 16.03.2017, 15:42 Uhr)

Lösungsschlüssel Heilpraktiker Gruppe A

 

Hier siehst Du den vorläufig offiziellen Lösungsschlüssel für die Heilpraktikerprüfung Gruppe A.

 

1 D
2 E
3 E
4 BD
5 AE
6 CD
7 D
8 D
9 AE
10 D
11 D
12 D
13 D
14 D
15 A
16 B
17 D
18 D
19 C
20 BC
21 BD
22 E
23 DE
24 AE
25 D
26 C
27 CE
28 C
29 A
30 A
31 B
32 AE
33 D
34 BC
35 D
36 BE
37 E
38 AB
39 BE
40 C
41 C
42 D
43 AD
44 AE
45 C
46 E
47 AE
48 A
49 D
50 AC
51 B
52 C
53 B
54 E
55 C
56 BC
57 E
58 B
59 B
60 BD

 

Lösungsschlüssel Heilpraktiker Gruppe B

 

Hier siehst Du den vorläufig offiziellen Lösungsschlüssel für die Heilpraktikerprüfung Gruppe B.

 

1 A
2 D
3 B
4 D
5 C
6 BC
7 C
8 AC
9 A
10 AE
11 C
12 AE
13 D
14 BD
15 CE
16 BC
17 AE
18 BD
19 BE
20 C
21 D
22 E
23 CD
24 B
25 E
26 D
27 B
28 D
29 E
30 E
31 D
32 AE
33 D
34 C
35 D
36 A
37 E
38 E
39 C
40 D
41 D
42 C
43 B
44 AB
45 DE
46 D
47 B
48 AE
49 E
50 AD
51 B
52 D
53 C
54 BD
55 AE
56 D
57 D
58 BE
59 BC
60 A
Originalfragen Heilpraktiker Gruppe A kommentiert

Original Prüfungsfragen der Heilpraktikerprüfung März 2017 Gruppe A

 

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?

Ein 5-jähriges Kind erholt sich nach einem grippalen Infekt nicht vollständig. Es fühlt sich schlapp und müde, nimmt Gewicht

ab, trinkt unverhältnismäßig viel und setzt sehr häufig große Mengen Urin ab, nässt sogar wieder ins Bett ein.

Dies spricht am ehesten für eine/einen

□ A) Gastroenteritis

□ B) Harnwegsinfekt

□ C) Virusgrippe

□ D) Diabetes mellitus

□ E) Herzinsuffizienz

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, die typischen Symptome einer Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe) sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Krämpfe.

zu B) = Falsch, typische Symptome eines Harnwegsinfekts sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, verstärkter Harndrang, Blut im Urin usw.

zu C) = Falsch, typische Symptome einer Virusgrippe sind Schüttelfrost, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen usw.

zu D) = Richtig, bei dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten wird mit dem Urin vermehrt Zucker ausgeschieden, da Zucker Wasser bindet scheiden die Betroffenen gleichzeitig große Harnmengen aus (Polyurie). Eine Polyurie kann zwar auch im Rahmen anderer Umstände (Nierenerkrankung, Schwangerschaft usw.) auftreten, ist aber ein typisches Symptom für Diabetes Mellitus.

zu E) = Falsch, die Symptome einer Herzinsuffizienz richten sich in der Regel nach der betroffenen Herzseite, bei einer globalen Herzinsuffizienz können Symptome beider Seiten auftreten. Diese sind zum Beispiel: Husten, Atemnot und Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme).

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zur rechtlichen Betreuung trifft zu?

□ A) Zwingende Voraussetzung für die Betreuung ist das Vorliegen einer schweren psychischen Erkrankung

□ B) Für die Aufnahme in ein Pflegeheim ist eine rechtliche Betreuung erforderlich

□ C) Die Entscheidung über die Bestellung eines Betreuers trifft das Gesundheitsamt

□ D) Die Errichtung einer Betreuung gegen den Willen eines Betroffenen kann nur durch Behörden oder die Polizei angeregt werden

□ E) Eine Betreuung kann vom Gericht auch wieder aufgehoben werden

 

Kommentar:

 

Antwort E) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, die Voraussetzung ist dass der Betroffene sich nicht mehr selbst versorgen kann. Hierfür können folgende Ursachen vorliegen: psychische Erkrankungen oder eine körperliche, geistige oder seelische Behinderung.

zu B) = Falsch, erforderlich ist eine Notwendigkeits – Erklärung vom Arzt, die Erörterung der aktuellen Situation und die Abklärung der Erwartungen, Wünsche und Ziele des/der Betroffenen.

zu C) = Falsch, die Entscheidung obliegt dem Betreuungsgericht, in der Regel ist dies eine Abteilung des Amtsgerichts.

zu D) = Falsch, eine Anregung kann von jeder beliebigen Person ausgehen.

zu E) = Richtig, der Betreute kann die Aufhebung selber beantragen, das Gericht prüft außerdem von sich aus alle sieben Jahre ob die Betreuung unverändert fortzuführen ist.

 

  1. Einfachauswahl

Ein 72-jähriger Patient stellt sich in Ihrer Praxis vor. Seit einem halben Jahr bestehe eine zunehmende Abgeschlagenheit,

verminderte Leistungsfähigkeit und starke Müdigkeit. Sie vermuten eine Leukämie als mögliche Ursache. Welche Aussage trifft

zu?

□ A) Ein normaler Leukozytenwert im Blutbild schließt eine Leukämie aus

□ B) Die Abwesenheit von sogenannten B-Symptomen (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust) schließt eine Malignom-Erkrankung aus

□ C) Geschwollene Halslymphknoten sind beweisend für eine Leukämie

□ D) Geschwollene Lymphknoten bei Leukämien sind typischerweise schmerzhaft

□ E) Eine Zahnfleischentzündung ist ein mögliches Symptom bei der akuten myeloischen Leukämie (AML)

 

Kommentar:

 

Antwort E) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, normalerweise ist der Leukozytenwert zwar erhöht, Sie können sich jedoch nie nur auf das Blutbild verlassen. Es bedarf weiterer Untersuchungen um Gewissheit zu haben.

zu B) = Falsch, welche Leukämie-Symptome ein Betroffener hat, hängt unter anderem von der Form der Erkrankung ab. Es gibt Formen der Leukämie, die über Jahre hinweg keine Symptome verursachen wohingegen andere Formen deutliche Beschwerden mit sich bringen. Leukämie Symptome sind vielfältig und nicht spezifisch für Blutkrebs.

zu C) = Falsch, geschwollene Lymphknoten können auf viele Erkrankungen hinweisen. Sobald das Immunsystem gegen Krankheitserreger ankämpft kann es zu geschwollenen Lymphknoten kommen. Allgemein gilt, dass Lymphknotenschwellungen, die nach drei Wochen nicht von alleine vergehen, ärztlich untersucht werden sollten.

zu D) = Falsch, oft schwellen die Lymphknoten an ohne Schmerzen zu verursachen.

zu E) = Richtig, Zahnfleischbluten kann auch viele andere Ursachen (mangelnde Mundhygiene, hormonelle Einflüsse, Medikamente usw.) haben. Bei Leukämiebedingten Zahnfleischentzündungen kommt es zu starken Blutungen und Schwellung des Zahnfleischs. Außerdem ist eine höhere Blutungs- und Infektionsneigung sowie blasse Haut zu beobachten.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zum Ganglion (Überbein) treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Ursache ist meist eine Infektionskrankheit

□ B) Es handelt sich um eine zystische Ausstülpung der Sehnenscheide

□ C) Es droht häufig eine maligne Entartung

□ D) Es ist sonographisch darstellbar

□ E) Eine medikamentöse Behandlung zeigt in der Regel rasche Erfolge

 

Kommentar:

 

Die Antworten B) und D) sind richtig.

 

zu A) = Falsch, die genaue Ursache für die Entstehung eines Ganglions ist noch unklar. Man vermutet viele begünstigende Faktoren wie zum Beispiel: Verletzungen, Überlastungen, chronische Reizzustände usw.

zu B) = Richtig, es handelt sich um eine gutartige, vom Körper neu gebildete Ausstülpung einer Gelenkkapsel oder Sehnenscheide.

zu C) = Falsch, ein Ganglion ist in der Regel gutartig und es besteht keine Gefahr der Entartung.

zu D) = Richtig, in einer normalen Röntgenaufnahme ist ein Ganglion nicht sichtbar, daher ist die sonographische Darstellung (Ultraschallbild) für eine Sicherung der Diagnose vonnöten.

zu E) = Falsch, eine medikamentöse Behandlung ist in der Regel langwierig. Die Behandlung der Wahl ist ein operativer Eingriff.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur gastroduodenalen Ulkuskrankheit treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Beim Magenulkus ohne Helicobacter pylori-Nachweis und ohne Medikamenteneinnahme in der Vorgeschichte sollte ein Hyperparathyreoidismus in Betracht gezogen werden

□ B) Zur Schmerzbehandlung sollten bevorzugt nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt werden

□ C) Rauchen hat keinen Einfluss auf die Ulkusbildung

□ D) Sofort nach dem Essen auftretende Schmerzen sind charakteristisch für das Duodenalulkus

□ E) Die Blutung gehört zu den häufigsten Komplikationen eines Magenulkus

 

Kommentar:

 

Die Antworten A) und E) sind richtig.

 

zu A) = Richtig, es ist nicht vollständig gesichert, dass der Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsen-Überfunktion) zu einem Ulcus Duodeni führt, es wird jedoch ein vermehrtes Auftreten beobachtet.

zu B) = Falsch, Antirheumatika werden vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparats und als Entzündungshemmer verabreicht. Bei einem Zwölffingerdarmgeschwür verspricht die Therapie durch Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen, die größten Heilungserfolge.

zu C) = Falsch, Nikotin steigert die Absonderung von Magensaft und verstärkt auf diese Weise ein bereits bestehendes Ungleichgewicht zwischen Schleimhaut schädigenden und schützenden Faktoren.

zu D) = Falsch, die Symptome beim Ulcus Duodeni sind nicht besonders charakteristisch. Das häufigste Anzeichen ist ein Schmerz im Oberbauch der vor allem nachts und im nüchternen Zustand auftritt.

zu E) = Richtig, zu den Komplikationen zählen außerdem die Perforation in die Bauchhöhle, Perforation in die Pankreas und die narbige Stenose.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

Botulinumtoxin

□ A) wird von Clostridium botulinum unter Zufuhr von Sauerstoff gebildet

□ B) wird durch Erwärmen auf ca. 50 °C für 5 Minuten sicher inaktiviert

□ C) ist ein Neurotoxin

□ D) kann zu Atemlähmung führen

□ E) wird in der ästhetischen Medizin oral verabreicht

 

Kommentar:

 

Die Antworten C) und D) sind richtig.

 

zu A) = Falsch, Botulinumtoxin, kurz Botox ist ein für Menschen toxisches Stoffwechselprodukt des Bakteriums Clostridium Botulinum.

zu B) = Falsch, sicher inaktiviert wird das Botulinumtoxin durch Erhitzen auf 100°C für 5 Minuten.

zu C) = Richtig, es wurden bislang 7 neurotoxische Subtypen identifiziert.

zu D) = Richtig, das Botulinumtoxin greift vor allem die Muskeln an und kann unbehandelt nach 3-6 Tagen zum Tod durch Atemlähmung führen.

zu E) = Falsch, Botox wird intrakutan injiziert.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Organe sind bei einem Patienten mit Diabetes mellitus von den durch die Gefäßveränderungen bedingten Spätfolgen besonders betroffen?

  1. Herz
  2. Leber
  3. Niere
  4. Auge
  5. Gehirn

□ A) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

Durch den erhöhten Blutzuckergehalt kommt es zu Arterienverkalkungen, das kann zu Organschädigungen führen. Die Gefäßveränderungen nennt man diabetische Makroangiopathie (bei den großen Blutgefäßen) und Mikroangiopathie (bei den kleinen Blutgefäßen). Auch die Leber kann betroffen sein. Üblicherweise sind es jedoch das Herz, die Niere, die Augen und das Gehirn die besonders betroffen sind.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu den ableitenden Harnwegen treffen zu?

  1. Die ableitenden Harnwege sind durch muskuläre Kontraktion in der Lage kolikartige Schmerzen zu verursachen
  2. Die Prostata bietet beim Mann einen zuverlässigen Schutz gegen aufsteigende Harnwegsinfekte
  3. In der Harnblase findet durch Wasserrückresorption eine Konzentrierung des Primärharns statt
  4. Abgehende Nierensteine bleiben oft an anatomischen Engen der ableitenden Harnwege hängen, wie z.B. dem Übergang zwischen Ureter und Harnblase
  5. In der rechten und linken Niere sammelt sich der Harn im Kelchsystem und wird über den jeweiligen Ureter abgeleitet

 

□ A) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu 1. = Richtig, die ableitenden Harnwege sind muskuläre Hohlorgane mit einer eigenen, autonomen Muskulatur.

zu 2. = Falsch, ein Harnwegsinfekt wird bei Männern meist durch ein Prostataleiden ausgelöst.

zu 3. = Falsch, in der Harnblase wird der Urin zwischengespeichert.

zu 4. = Richtig, da diese Stellen enger sind kann der Nierenstein stecken bleiben und zu einem Verschluss führen. Die Folge ist dass der Urin nicht mehr abfließen kann und es zu einem Stau kommt.

zu 5. = Richtig, die sogenannten Nierenkelche sind der erste Abschnitt der ableitenden Harnwege.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu neurologischen Erkrankungen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Doppelbilder können ein Erstsymptom der Multiplen Sklerose sein

□ B) Eine kausale Therapie der Polyneuropathie (PNP) ist die regelmäßige Injektion von Magnesium in den geschädigten Nerven

□ C) Zur sogenannten „Fallhand“ kommt es typischerweise bei Schädigung des Nervus medianus.

□ D) Eine Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) heilt in der Regel nach etwa 4 Wochen aus

□ E) Das hypokinetisch-rigide Syndrom tritt bei Morbus Parkinson auf

 

Kommentar:

 

Die Antworten A) und E) sind richtig.

 

zu A) = Richtig, bei der Multiplen Sklerose kommt es zu chronischen Nervenentzündungen. Das gesamte ZNS kann davon betroffen sein. Symptome hierfür können Gefühlsstörungen in den Beinen, Unsicherheit beim Gehen und Stehen, abnorme Müdigkeit, Sehstörungen, Lähmungen, Sprechstörungen usw. sein.

zu B) = Falsch, therapiert wird Ursachenspezifisch, nach Grunderkrankung und Symptomen. Therapiemaßnahmen können, Gabe von Antibiotika, Vitamin-B1-Verabreichung, Optimierung des Blutzuckerspiegels usw. sein.

zu C) = Falsch, eine Fallhand tritt häufig im Zusammenhang mit einer Läsion des Nervus radialis auf. Bei Schädigung des Nervus medianus kommt es eher zu einem Karpaltunnelsyndrom.

zu D) = Falsch, die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine nicht heilbare, degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems.

zu E) = Richtig, unter hypokinetisch-rigidem Syndrom versteht man Bewegungsarmut mit Muskelsteife, das kommt zum Beispiel bei Morbus Parkinson und dem Wilson-Syndrom vor.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zur gesunden Haut trifft zu?

□ A) Die Hautoberfläche beim Erwachsenen beträgt ca. 4 m²

□ B) Die Dicke der Epidermis (Oberhaut) beträgt ca. 1 cm

□ C) Die Haut besteht aus den zwei Schichten Oberhaut und Unterhautfettgewebe

□ D) Die Epidermis (Oberhaut) ist gefäßlos

□ E) Die normale Schweißproduktion beim gesunden Erwachsenen ohne sportliche Aktivität liegt bei ca. 5000 ml pro Tag

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, bei Männern liegt der Durchschnitt der Hautoberfläche bei 1,9 m² und bei Frauen bei 1,6 m².

zu B) = Falsch, die Dicke der Epidermis (Oberhaut) ist sehr variabel. Im Bereich der Augenlider ist sie nur ca. 0,05 mm und im Bereich der Fußsohlen bis zu 2 mm (oder mehr) dick.

zu C) = Falsch, die Haut besteht aus drei Schichten, der Epidermis (Oberhaut), der Dermis (Lederhaut) und der Subcutis (Unterhaut).

zu D) = Richtig, sie ist Gefäßfrei und dient vor allem zum Schutz.

zu E) = Falsch, die normale Schweißproduktion eines Erwachsenen liegt bei 100-200 ml pro Tag.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zur Colitis ulcerosa trifft zu?

□ A) Alle Abschnitte des Magen-Darm-Traktes können betroffen sein.

□ B) Eine Komplikation ist unter anderem ein Erythema migrans.

□ C) Chronisch rezidivierende Verläufe·sind selten (unter 5%).

□ D) Die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf.

□ E) Die Erkrankung beginnt meist im Dünndarm.

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, bei der Colitis Ulcerosa ist nur der Dickdarm (Kolon) betroffen.

zu B) = Falsch, das Erythema Migrans ist ein eine Hauterscheinung bei Borreliose.

zu C) = Falsch, chronisch rezidivierende Verläufe sind eher häufig und liegen bei 80-85%. Nur 5-10% der Betroffenen bleiben nach einem einzigen Schub jahrelang Beschwerdefrei.

zu D) = Richtig, die Ursachen der Colitis Ulcerosa sind noch nicht vollständig aufgeklärt, beobachtet wird jedoch familiäre Häufung, falsch Ernährung, psychosomatische Einflüsse usw.

zu E) = Falsch, sie beginnt meist im Rektum und breitet sich im gesamten Dickdarm aus.

 

  1. Einfachauswahl

Eine 30-jährige Frau kommt in Begleitung ihres Ehemannes mittags in Ihre Praxis.

Ihr Gangbild ist unsicher, der Ehemann führt sie beim Gehen. Seit 2 Stunden habe sie sehr starke Kopfschmerzen und dabei zweimal Schleim erbrochen. Man habe zu Hause Fieber (37,2 °C) sowie den Blutdruck (150/80 mmHg) gemessen. Die von

Ihnen gemessenen Werte liegen etwa im gleichen Bereich. Die Anamnese ist überwiegend durch den Mann zu erheben, da die Frau schläfrig wirkt.

Welche der folgenden Diagnosen ist am wahrscheinlichsten?

□ A) Hypertensive Krise

□ B) Glaukomanfall

□ C) Gastroenteritis mit Flüssigkeitsverlust

□ D) Subarachnoidalblutung

□ E) Tubargravidität

 

Kommentar:

 

Antwort: D) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, typische Symptome einer Hypertensiven Krise sind neben den oben genannten Symptomen wie Kopfschmerzen, Verwirrtheitszustände: Atemnot, Nasenbluten, Angina-Pectoris-Anfälle, Sehstörungen usw.

zu B) = Falsch, typische Symptome eines Glaukomanfalls sind: Sehstörungen, bei leichtem Druck auf das geschlossene Auge fühlt sich der Augapfel hart an, Pupille reagiert nicht auf Licht, Augenschmerzen.

zu C) = Falsch, die typischen Symptome einer Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe) sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe und Schmerzen.

zu D) = Richtig, eine Subarachnoidalblutung ist eine Blutung zwischen der mittleren und der inneren Hirnhaut die die oben genannten Symptome auslösen kann.

zu E) = Falsch, typische Symptome einer Tubargravidität (Eileiterschwangerschaft) sind einseitige wehenartige Schmerzen im Unterleib, Blutungen, plötzliche Schwindelgefühle und Kreislaufprobleme.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Infektionskrankheiten treffen zu?

  1. Leitsymptom parasitärer Erkrankungen ist ein großflächiges, konfluierendes, bräunlich-rosafarbenes Exanthem
  2. Bei viralen Erkrankungen tritt vor allem im Akutstadium häufig eine Leukopenie auf
  3. Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Infektionserkrankung sollte auch eine Reiseanamnese erhoben werden.
  4. Bei bakteriellen oder parasitären Erkrankungen kann es im Rahmen einer Sepsis (Septikämie) zu septischen Absiedelungen (septischen Metastasen) in Organen kommen
  5. Im Rahmen der Entfieberungsphase tritt typischerweise Schüttelfrost auf

□ A) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu 1. = Falsch, typische Symptome einer parasitären Erkrankung können zB. Juckreiz, Gewichtsabnahme, Muskelschmerzen, Ödeme, Fieber usw. sein. Das hängt davon ab von welchem Parasit der Betroffene befallen ist.

zu 2. = Richtig, unter Leukopenie versteht man eine verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen.

zu 3. = Richtig, die Reiseanamnese liefert wichtige Hinweise auf das eventuelle Vorliegen einer Tropenerkrankung, das bei einer Infektionserkrankung immer in Betracht gezogen werden sollte.

zu 4. = Richtig, die Erreger siedeln sich in anderen Organen an das kann zu Eiterungen an verschiedenen Körperstellen führen (septische Metastasen).

zu 5. = Falsch, bei der Entfieberungsphase schwitzt der Patient, es kommt zum Sinken der Temperatur und der Puls- Atemfrequenz.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Auskultation der Lunge treffen zu?

  1. Bei einer beginnenden Lungenentzündung ist das Atemgeräusch abgeschwächt
  2. Ein inspiratorischer Stridor ist am ehesten durch eine Verengung der Bronchien bedingt
  3. Mittelblasige oder grobblasige feuchte Rasselgeräusche sind bei einem schweren Lungenödem zu hören
  4. Ein abgeschwächtes Atemgeräusch kommt typischerweise bei sehr schlanken Menschen vor
  5. Ein abgeschwächtes Atemgeräusch tritt bei einem Pleuraerguss auf

□ A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu 1. = Falsch, durch die Entzündung verdichtet sich das Lungengewebe und es wird Schleim gebildet. Dadurch kommt es zu verstärkten Atemgeräuschen.

zu 2. = Falsch, typischerweise kommt es zu einem inspiratorischen Stridor, wenn eine Engstelle im Bereich von Luftröhre, Kehlkopf oder Rachenraum entsteht.

zu 3. = Richtig, die Rasselgeräusche entstehen durch Bewegung von Flüssigkeiten oder Sekreten in den Atemwegen.

zu 4. = Falsch, bei sehr schlanken Menschen kommt es eher zu einem verschärften Atemgeräusch.

zu 5. = Richtig, bei einem Pleuraerguss sammelt sich Flüssigkeit in der Pleura, dadurch hat die Lunge weniger Platz um sich beim Einatmen aus zu dehnen, dabei entsteht ein abgeschwächtes Atemgeräusch.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur EHEC-lnfektion (Enterohämorrhagische Escherichia coli) treffen zu?

  1. Der EHEC-Erreger produziert Giftstoffe, die beim Menschen schwerwiegende Krankheitsverläufe auslösen können
  2. Eine geringe Keimzahl reicht aus, um eine Erkrankung auszulösen
  3. Die Inkubationszeit einer EHEC-Erkrankung beträgt normalerweise etwa 3 Stunden
  4. Blutige Durchfälle sprechen gegen eine EHEC-Erkrankung
  5. Eine EHEC-lnfektion ist anonym meldepflichtig bei Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod

□ A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort A) ist richtig.

 

zu 1. = Richtig, das sind die sogenannten Shigatoxine (Stx).

zu 2. = Richtig, gerade deshalb ist auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch häufiger als bei anderen Infektionskrankheiten.

zu 3. = Falsch, die Inkubationszeit kann zwischen zwei bis zehn, meistens aber drei bis vier Tagen liegen.

zu 4. = Falsch, der EHEC-Erreger kann ein schwere Darmentzündung auslösen, die Betroffenen haben sehr schmerzhafte Bauchkrämpfe und blutige Durchfälle.

zu 5. = Falsch, bei Verdacht auf eine EHEC-Infektion besteht nach § 7 z.B. für einen Laborleiter Meldepflicht, wenn der Betroffene in der Lebensmittelverarbeitung oder im Küchenbereich tätig ist und wenn zwei oder mehrere Erkrankungsfälle auftreten bei denen ein Zusammenhang vermutet wird. Für den Heilpraktiker besteht keine Meldepflicht. Laut § 7 ist nichtnamentlich bei folgenden Krankheitserregern der direkte oder indirekte Nachweis zu

melden: Treponema pallidum, HIV.

 

  1. Einfachauswahl

Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um eine funktionelle (nicht organisch bedingte), chronische abdominelle Störung, die mit Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten und dem Gefühl des Aufgeblähtseins einhergehen kann.

Welche Aussage zum Reizdarmsyndrom (RDS) trifft zu?

□ A) Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um ein eher seltenes Krankheitsbild (Prävalenz von unter 1 %)

□ B) Vor Stellung der Diagnose Reizdarmsyndrom müssen andere Diagnosen wie z.B. entzündliche Darmerkrankungen oder kolorektales Karzinom ausgeschlossen werden

□ C) Sogenannte Alarmzeichen wie Fieber, sichtbares Blut im Stuhl, Gewichtsverlust, rasche Verschlimmerung der Symptomatik müssen bei der Diagnose Reizdarmsyndrom nicht beachtet werden

□ D) Das Reizdarmsyndrom ist vor allem auch durch nächtliche Beschwerden gekennzeichnet

□ E) Die Diagnose Reizdarmsyndrom wird auf Grund typischer Laborbefunde gesichert

 

Kommentar:

 

Antwort B) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Etwa die Hälfte aller Menschen mit Darmbeschwerden leidet unter einem Reizdarm.

zu B) = Richtig, die Diagnose „Reizdarmsyndrom“ ist im strengen Sinn eine Ausschlussdiagnose.

zu C) = Falsch, diese Symptome sind zwar untypisch für einen Reizdarm, die Diagnose sollte jedoch nicht ohne genaue Untersuchung gestellt werden.

zu D) = Falsch, die Symptome belasten den Betroffenen  vor allem tagsüber und bessern sich nachts.

zu E) = Falsch, die Diagnose wird aufgrund von einem Zusammenspiel verschiedener Untersuchungen geklärt. Dazu gehören die Anamnese, die körperliche Untersuchung des Abdomens, Magen- und Darmspiegelung, Ultraschall-Untersuchung usw.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

Für eine depressive Episode (nach lCD-10) ist charakteristisch:

  1. Sie kann von somatischen Symptomen begleitet werden
  2. Es besteht ein Verlust der Freude
  3. Es bestehen Gedanken über eigene Wertlosigkeit
  4. Es bestehen Orientierungsstörungen
  5. Es besteht eine Verminderung von Antrieb und Aktivität

□ A) Nur die Aussage 5 ist richtig

□ B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 2, 3 ünd 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu 1., 2., 3., 5. = Richtig, das sind laut ICD-10 charakteristische Symptome für eine depressive Episode.

zu 4. = Falsch, Orientierungsstörungen treten zum Beispiel bei Demenzerkrankungen auf.

 

  1. Einfachauswahl

Wer beschließt nach dem Unterbringungsrecht (z.B. Unterbringungsgesetz, Psychisch-

Kranken-Gesetz) die Unterbringung eines psychisch Kranken?

□ A) Der Hausarzt

□ B) Der Betriebsarzt

□ C) Ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

□ D) Das Gericht

□ E) Der Ehepartner

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu A) – C) = Falsch, ein Arzt kann zur Erstellung eines Krankheitsbildes beitragen aber die Entscheidung liegt bei dem zuständigen Gericht.

zu D) = Richtig, zuständig ist das Betreuungsgericht.

zu E) = Falsch, der Ehepartner kann zum Beispiel eine betreute Unterbringung anregen.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Tuberkulose trifft (treffen) zu?

  1. Tuberkulose wird meist aerogen (Tröpfcheninfektion) übertragen
  2. Die Tuberkulose ist weltweit immer noch eine der häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten
  3. Gegen Tuberkulose gibt es in Deutschland einen wirksamen Impfschutz
  4. Die Ausbreitung einer Infektion kann grundsätzlich hämatogen, lymphogen oder kanalikulär

(z.B. bronchogen) erfolgen

  1. Die klinischen Symptome der Lungentuberkulose sind immer spezifisch

□ A) Nur die Aussage 5 ist richtig

□ B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort C) ist richtig.

 

zu 1. = Richtig, aerogen bedeutet über den Luftweg.

zu 2. = Richtig, ca. 95% der Erkrankungs- und Todesfälle treten in armen Ländern wie Asien oder Afrika auf.

zu 3. = Falsch, bis zum Ende des 20. Jahrhundert gab es eine Impfung gegen die Tuberkulose, heutzutage wird diese aber nicht mehr empfohlen, da es häufig zu Komplikationen kam und die Erkrankungsfälle an Tuberkulose in Deutschland immer seltener geworden sind.

zu 4. = Diese Antwort ist richtig.

zu 5. = Falsch, die Symptome lassen sich in verschiedene Stadien einteilen und hängen auch von den betroffenen Organen ab.

 

  1. Mehrfachauswahl

An welchen der folgenden Funktionen ist die Niere direkt durch Hormonproduktion beteiligt?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Darmmotilität

□ B) Erythrozyten-Neubildung

□ C) Blutdruckregulation

□ D) Gallensäurebildung

□ E) Pulsregulation

 

Kommentar:

 

Die Antworten B) und C) sind richtig.

 

zu A) = Falsch, die Darmmotilität wird vor allem von der Darmmuskulatur beeinflusst.

zu B) = Richtig, das von der Niere gebildete Hormon Erythropoetin ist für die Entwicklung der Erythrozyten nötig.

zu C) = Richtig,die Niere ist durch Synthese und Sekretion von Renin und Erythropoetin an der systemischen Blutdruckregulation beteiligt.

zu D) = Falsch, vor allem die Leber ist an der Bildung der Gallensäure beteiligt.

zu E) = Falsch, der Puls wird vom vegetativen Nervensystem reguliert.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche Aussagen zur Osteoporose treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Die Knochenkrankheit Osteoporose tritt meist als Folge anderer Erkrankungen auf

□ B) Als Risikofaktoren für Osteoporose gelten Untergewicht und Bewegungsmangel

□ C) Eine Diagnostik auf Osteoporose wird allen Frauen und Männern bereits ab dem 50. Lebensjahr empfohlen

□ D) Es gibt Medikamente gegen Osteoporose, die nachweislich die Gefahr von Knochenbrüchen reduzieren

□ E) Die Basistherapie bei Osteoporose besteht in einer Substitution von Kalium

 

Kommentar:

 

Die Antworten B) und D) sind richtig.

 

zu A) = Falsch, Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen. Dass die Osteoporose als Folgeerkrankung auftritt ist eher selten.

zu B) = Richtig, bei Untergewicht kann es durch Mangelernährung zum Fehlen wichtiger Substanzen, wie zum Beispiel Kalzium, für die Knochen kommen. Bewegung ist wesentlich für gesunde Knochen, da sie den Knochenstoffwechsel anregt.

zu C) = Falsch, Frauen sind viel häufiger betroffen als Männer, da in der Menopause das für die Knochen wichtige Hormon, Östrogen vom Körper nicht mehr produziert wird.

zu D) = Richtig, diese Medikamente helfen den Knochen zu festigen um die Gefahr eines Knochenbruchs zu reduzieren.

zu E) = Falsch, sie besteht in einer Substitution von Kalzium und Vitamin D.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Syphilis (Lues) treffen zu?

  1. Syphilis ist eine durch Viren verursachte Infektionserkrankung
  2. Für Heilpraktiker besteht nach dem Infektionsschutzgesetz (lfSG) ein Behandlungsverbot
  3. Leitsymptom einer Frühinfektion ist bei infizierten Männern morgendlicher eitriger Ausfluß aus der Harnröhre (,,Bonjour-Tropfen“)
  4. Etwa 2 bis 3 Monate nach der Infektion kommt es häufig zu breiten, teilweise nässenden und hochinfektiösen Hautknoten (sogenannten Condylomata lata)
  5. Der sogenannte syphilitische Primärkomplex im Rahmen des Primärstadiums der Infektion besteht aus einem meist am Genital sitzenden hochinfektiösen Geschwür sowie Lymphknotenschwellungen der Leistenregion

 

□ A) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort E) ist richtig.

 

zu 1. = Falsch, sie wird durch ein Bakterium ausgelöst.

zu 2. = Richtig, da Syphilis eine sexuell übertragbare Krankheit ist besteht für den Heilpraktiker wie bei allen sexuell übertragbaren Krankheiten ein Behandlungsverbot.

zu 3. = Falsch, Leitsymptome sind Geschwüre an den Genitalien und knotige Hautveränderungen.

zu 4. = Richtig, diese Hautveränderungen sind erst nur als rosa Flecken zu sehen die sich weiterentwickeln zu derben kupferfarbenen Knötchen, die aufgehen und nässen können.

zu 5. = Richtig, das Primärstadium tritt zwischen zehn und neunzig Tagen nach der Infektion ein.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Endometriose treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Sie ist eine bösartige Veränderung der Gebärmutterschleimhaut

□ B) Sie ist gekennzeichnet durch Beschwerden, die plötzlich auftreten

□ C) Sie kommt regelmäßig in jedem Alter vor

□ D) Sie kann zu blutigen Stühlen führen

□ E) Sie kann zu einer Sterilität führen

 

Kommentar:

 

Die Antworten D) und E) sind richtig.

 

zu A) = Falsch, sie ist eine gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut.

zu B) = Falsch, sie führt zu starken Menstruationsbeschwerden, Unterbauchschmerzen auch nach der Periode und Unfruchtbarkeit.

zu C) = Falsch, meist wird die Endometriose zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr festgestellt. Es können jedoch bis zu 6 Jahren vergehen ehe die Symptome der Endometriose richtig zugeordnet werden.

zu D) = Richtig, das kann vorkommen wenn sich Gewebewucherungen oder starke Verwachsungen an Darm, Blase oder Harnleitern gebildet haben.

zu E) = Richtig, die Endometriose ist in 50% der Fälle schuld an ungewollter Kinderlosigkeit.

 

  1. Mehrfachauswahl

Durch die Prüfung der Lungenfunktion können obstruktive von restriktiven Lungenerkrankungen unterschieden werden.

Welche der folgenden Erkrankungen sind typisch für eine Obstruktion der Atemwege?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Verengung der Luftröhre, z. B. durch Tumor oder Struma

□ B) Lungenfibrose

□ C) Lungenresektion in der Vorgeschichte

□ D) Ausgedehnter Pleuraerguss

□ E) Asthma bronchiale

 

Kommentar:

 

Die Antworten A) und E) sind richtig.

 

Mit obstruktiven Lungenerkrankungen sind die Erkrankungen der Lunge gemeint, bei denen die Verengung bzw. die Verlegung der Atemwege im Vordergrund steht.

 

Mit restriktiven Lungenerkrankungen sind die Erkrankungen gemeint bei denen die Entfaltung der Lunge behindert ist.

 

zu A) = Richtig, hier kommt es zu einer Verengung der Lunge, also ist es eine obstruktive Lungenerkrankung.

zu B) = Falsch, bei der Lungenfibrose sind die alveolären Membranen mit betroffen, die Entfaltung der Lunge ist behindert. Also ist es eine restriktive Lungenerkrankung.

zu C) = Falsch, Lungenresektion bedeutet dass ein Teil der Lunge operativ entfernt wurde. Das heißt die Lunge ist in ihrer Entfaltung beeinträchtigt. Also zählt das zu restriktiven Lungenerkrankungen.

zu D) = Falsch, beim Pleuraerguss kommt es zu Flüssigkeitsansammlungen in der Pleura, das führt dazu dass die Lunge sich nicht mehr richtig ausdehnen kann. Der Pleuraerguss ist eine restriktive Lungenerkrankung.

zu E) = Richtig, Asthma Bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege die unter anderem durch eine Atemwegsobstruktion (Verengung bzw. Verlegung von Atemwegen) gekennzeichnet ist.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Mit welchen Symptomen ist nach abruptem Absetzen der Benzodiazepinmedikation bei langjähriger Benzodiazepinabhängigkeit zu rechnen?

  1. Hypersomnie
  2. Wahrnehmungsstörungen
  3. Krampfanfälle
  4. Tremor
  5. Dysphorie

□ A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu 1. = Falsch, Hypersomnie sind Schlafstörungen die durch ein exessives Tagesschlafbedürfnis gekennzeichnet sind.

zu 2.-5. = Richtig, das sind typische Symptome.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zum Magen trifft zu?

□ A) Hauptzellen produzieren Salzsäure

□ B) Nebenzellen produzieren eiweißspaltende Enzyme

□ C) Parietalzellen (Belegzellen) produzieren lntrinsic-Faktor

□ D) G-Zellen produzieren muzinhaltigen Magenschleim

□ E) Alphazellen (A-Zellen) produzieren fettspaltende Enzyme

 

Kommentar:

 

Antwort C) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, die Salzsäure wird in den Belegzellen der Mucosa produziert.

zu B) = Falsch, das Pepsinogen das in den Hauptzellen der Mucosa gebildet wird, wird durch Salzsäure zu eiweißspaltenden Enzymen (Pespinen) aktiviert.

zu C) = Richtig, der Intrinsic-Faktor ist wichtig für die Aufnahme von Vitamin-B12 im Dünndarm.

zu D) = Falsch, der Magenschleim (Muzin) wird in den Oberflächenzellen, Nebenzellen, Kardiadrüsen und Pylorusdrüsen hergestellt.

zu E) = Falsch, der Hauptteil der fettspaltenden Enzyme wird von der Bauchspeicheldrüse geliefert.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur allgemeinen lnfektiologie treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Die individuelle Neigung eines Menschen an bestimmten Infektionen zu erkranken wird als ,,Virulenz“ bezeichnet

□ B) Unter dem Begriff „nosokomiale Infektionen“ werden alle Infektionserkrankungen zusammengefasst, welche durch multiresistente Keime verursacht werden

□ C) Die Zeitspanne zwischen dem Eindringen eines Erregers· in den Körper und dem Auftreten erster Symptome der Infektionserkrankung wird als Inkubationszeit bezeichnet

□ D) Nur die Infektion eines bereits durch einen anderen (Mikro-) Parasiten befallenen Organismus durch einen zweiten Parasiten wird als “Superinfektion“ bezeichnet

□ E) Röteln und Toxoplasmose sind Beispiele für Infektionserkrankungen, welche von Schwangeren über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen werden können

 

Kommentar:

 

Die Antworten C) und E) sind richtig.

 

zu A) = Falsch, als Virulenz wird die Fähigkeit von Krankheitserregern eine Erkrankung im befallenen Organismus auszulösen bezeichnet.

zu B) = Falsch, als nosokomiale Infektionen werden alle durch mikroorganismen ausgelöste Infektionskrankheiten bezeichnet, die in einem kausalem Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt stehen.

zu C) = Richtig, die Inkubationszeit kann abhängig von der Krankheit zwischen wenigen Stunden und einigen Jahrzehnten liegen.

zu D) = Falsch, als Superinfektion bezeichnet man eine Form der Virusinfektion einer Zelle, bei der es zu einer Zweitinfektion mit einem unterschiedlichen Stamm desselben Erregers oder zu einer Koinfektion mit einem anderen Virus kommt.

zu E) = Richtig, eine Infektion der Mutter wird jedoch nicht zwangsläufig auf das Kind übertragen.

 

  1. Einfachauswahl

Welches der genannten Blutgefäße wird bevorzugt für die Routine-Blutentnahme bei Erwachsenen genutzt?

□ A) Arteria radialis

□ B) Arteria brachialis

□ C) Vena mediana cubiti

□ D) Vena subclavia

□ E) Vena poplitea

 

Kommentar:

 

Antwort C) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, die Arteria radialis ist eine der wichtigsten Arterien des Unterarms. Im Normalfall wird das Blut am Oberarm entnommen.

zu B) = Falsch, die Arteria brachialis ist eine Hauptschlagader des Oberarms und wird seltener zur Blutentnahme genutzt.

zu C) = Richtig, die Vena mediana cubiti ist eine oberflächliche Vene in Höhe der Ellenbeuge. Da sie leicht zugänglich ist, wird sie häufig zur Blutentnahme genutzt.

zu D) = Falsch, die Vena subclavia verläuft hinter dem Schlüsselbein.

zu E) = Falsch, die Vena poplitea ist eine Vene der unteren Extremität.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur HIV-Infektion treffen zu?

  1. 1 bis 6 Wochen nach der Erstinfektion tritt bei einem Teil der Infizierten ein Mononukleoseähnliches Krankheitsbild auf, u.a. mit Fieber, Lymphknotenschwellungen und *Exanthem
  2. Die derzeit verwendeten Tests (Antikörper-Nachweis) sind bereits Stunden nach einer möglichen Infektion zuverlässig
  3. Die postexpositionelle Prophylaxe (PEP) ist auch dann noch zuverlässig wirksam, wenn sie erst 1 Woche nach Exposition beginnt
  4. Bei der HIV-Infektion besteht eine gute Korrelation der Prognose zur Granulozytenzahl
  5. Zu den opportunistischen Infektionen, die AIDS definieren, zählt die Tuberkulose

□ A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

Antwort A) ist richtig.

 

zu 1. = Richtig, diese verschwinden in den meisten Fällen nach wenigen Tagen oder einigen Wochen wieder.

zu 2. = Falsch, die Tests können erst sechs Wochen nach der Ansteckung ein zuverlässiges Ergebnis liefern.

zu 3. = Falsch, die PEP sollte so schnell wie möglich begonnen werden, spätestens jedoch 48 Stunden nach Infektionsrisiko. Schon bei 72 Stunden ist es umstritten, dass die PEP noch anschlägt.

zu 4. = Falsch, es kann zu Defekten der Granulozyten kommen.

zu 5. = Richtig, als opportunistische Infektion bezeichnet man durch einen Erreger ausgelöste Infektionen, der sich eine durch eine andere Erkrankung ausgelöste Immunschwäche des Betroffenen zu Nutzen macht.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Fettleberhepatitis treffen zu?

  1. Häufigste Ursache ist eine Hepatitis A-lnfektion
  2. In schweren Fällen kann es im Verlauf zu einem Ikterus kommen
  3. Die Transaminasen (GOT/GPT) im Serum sind typischerweise vermindert
  4. Begleitend kann eine Splenomegalie bestehen
  5. Es besteht ein Behandlungsverbot für Heilpraktiker

□ A) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort A) ist richtig.

 

zu 1. = Falsch, die häufigste Ursache ist übermäßiger Alkoholkonsum.

zu 2. = Richtig, wenn es zu einer chronisch-aktiven Hepatitis kommt kann es zu einem Ikterus kommen.

zu 3. = Falsch, die Transaminasen sind vermehrt im Blut zu finden.

zu 4. = Richtig, als Splenomegalie wird eine Vergrößerung der Milz bezeichnet.

zu 5. = Falsch, es besteht kein Behandlungsverbot.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zum Urogenitalsystem trifft zu?

□ A) Beide Nieren liegen vollständig intraperitoneal

□ B) Die Nieren werden im Regelfall von einer Fettgewebsschicht umgeben

□ C) Vom Nierenbecken gelangt der Harn über die Harnröhre (Urethra) zur Harnblase

□ D) Die Nierenrinde wird von der sogenannten Bowman-Kapsel umgeben

□ E) Von den Epithelzellen der sogenannten Henle-Schleife wird das Hormon Renin gebildet

 

Kommentar:

 

Antwort B) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, die Nieren liegen unterhalb des Zwerchfells im Retroperitonealraum.

zu B) = Richtig, diese wird Capsula adiposa genannt.

zu C) = Falsch, der Harn gelangt über die Harnleiter in die Harnblase, von dort aus wird er dann über die Harnröhre ausgeschieden.

zu D) = Falsch, die Nierenrinde liegt zwischen der Nierenkapsel und dem Nierenmark.

zu E) = Falsch, Renin wird in den Zellen des juxtaglomerulären Apparates gebildet.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zum Bewegungsapparat treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Im gesunden Kniegelenk des Erwachsenen sind Bewegungen um zwei Achsen möglich

□ B) Die physiologische Krümmung der Halswirbelsäule entspricht einer Kyphose

□ C) Der Musculus biceps brachii bildet einen Teil der sogenannten Rotatorenmanschette

□ D) Beim gesunden Erwachsenen beträgt das physiologische Bewegungsausmaß im Hüftgelenk für Flexion etwa 50° und für Extension 90°

□ E) Das sogenannte Schober-Zeichen ist im Rahmen der klinischen Untersuchung ein Maß für die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule.

 

Kommentar:

 

Die Antworten A) und E) sind richtig.

 

zu A) = Richtig, das Knie ist ein Kondylengelenk, bei dem zwei Freiheitsgrade bestehen, nach innen und nach außen.

zu B) = Falsch, unter Kyphose versteht man eine nach hinten gewölbte Krümmung der Wirbelsäule.

zu C) = Falsch, der Musculus biceps brachii gehört zu der Gruppe der Oberarmmuskeln.

zu D) = Falsch,  es beträgt für Flexion etwa 120° und für Extension 10°.

zu E) = Richtig, das Schober-Zeichen ist ein einfacher Funktionstest für die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule. Es ist benannt nach Paul Schober.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zur leichten Intelligenzminderung (nach ICD-10) trifft zu?

□ A) Intelligenzquotient (IQ) im Bereich von 20 bis 34

□ B) Die Prävalenz der leichten Intelligenzminderung im Jugendalter liegt bei ungefähr 10 %

□ C) Die meisten Personen dieser Gruppe leiden an einer deutlich ausgeprägten motorischen Schwäche oder anderen Ausfällen

□ D) Die Hauptprobleme treten in der Schulbildung auf, insbesondere beim Lesen und Schreiben

□ E) Die sprachlichen Fähigkeiten reichen für eine verbale Kommunikation in der Regel nicht aus

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, der Intelligenzquotient liegt im Bereich von 50-69.

zu B) = Falsch, die Prävalenz liegt bei etwa 2,5%

zu C) = Falsch, vor allem Betroffen sind Sprache, Kognition, motorische und soziale Fähigkeiten.

zu D) = Richtig, ebenso führt es zu Schwierigkeiten im Aneignen von Kenntnissen sowie beim Handeln und Denken und zu beschränktem Interesse.

zu E) = Falsch, die Betroffenen können sich verständigen.

 

  1. Mehrfachauswahl

Ein 12-jähriges Mädchen kommt in Begleitung der Mutter wegen eines seit 1 Woche bestehenden Hustens. Beim Abhören der Lunge fällt Ihnen eine 3. Brustwarze etwa handbreit unter der rechten Brust in der Medioklavicularlinie (MCL) auf. Die·Mutter berichtet, dass diese seit der Geburt bestehe. Das Kind habe vor 6 Monaten zum ersten Mal die Menstruation gehabt. Im Bereich dieser Brustwarze hören Sie über der Lunge vereinzelt mittelblasige feuchte Rasselgeräusche.

Welche der folgenden Aussagen zur 3. Brustwarze (Polythelie) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Zu Beginn der Pubertät ist dieser Befund unbedingt abkl.rungsbedürftig, da er auf ein bösartiges Leiden hindeutet

□ B) Es handelt sich um eine Anlagestörung

□ C) Es handelt sich um einen gutartigen Befund

□ D) Der gleichzeitige Auskultationsbefund über der Lunge ist typisch bei Polythelie

□ E) Sinnvoll ist bei diesem Befund die sofortige Kontrolle des Östrogen-Hormonstatus

 

Kommentar:

 

Die Antworten B) und C) sind richtig.

 

zu A) = Falsch, sie haben im Normalfall keinen Krankheitswert.

zu B) = Richtig, Polythelie ist eine angeborene Fehlbildung die meist einseitig auftritt.

zu C) = Richtig, sie haben im Normalfall keinen Krankheitswert, können aber aus kosmetischen Gründen entfernt werden.

zu D) = Falsch, die Polythelie hat keinen Einfluss auf Erkrankungen der Lunge.

zu E) = Falsch, die Polythelie hat keine Auswirkung auf den Hormonhaushalt.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?

Bei einem 2-jährigen, vollständig grundimmunisierten Kleinkind mit über Wochen anhaltendem Husten, rezidivierendem Fieber, Bronchitiden und Pneumonien, trotz wiederholter Antibiotikagaben, sollte man unbedingt am ehesten denken an:

□ A) Asthma bronchiale

□ B) Akute Pertussisinfektion

□ C) Akute Laryngitis (Pseudokrupp)

□ D) Verbliebener Fremdkörper nach Aspiration

□ E) Nasennebenhöhlenentzündung

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig.

 

zu A) = Falsch. Asthma bronchiale geht nicht typisch mit Fieber einher. Typisch wäre der exspiratorischer Stridor sowie ausgeprägter Hustenreiz und Tachykardie.

zu B) = Falsch. Ist der Keuchhusten. Typisch ist hier der starke Hustenreiz, der oftmals bis zum Erbrechen führt. Therapie ist hier u.a. die Gabe von Antibiotika, was im oben beschriebenen Fall keine Wirkung zeigte.

zu C) = Falsch. Hier steht der Anfallsartige “bellende Husten” im Vordergrund. Häufig wird er mit einem in- und exspiratorischem Stridor begleitet sowie Dyspnoe und Heiserkeit. Auch hier ist u.a. Antibiotika eine Therapiemöglichkeit.

zu D) = Richtig. Das verschlucken von Fremdkörpern kommt bei Kindern sehr häufig vor. Durch den Fremdkörper, kann es z.B. zu Entzündungen kommen, der Körper will den Eindringling loswerden, es kann Fieber entstehen. Hier hilft auch nicht die Gabe von Antibiotikum.

zu E) = Falsch. Die Nasennebenhöhlenentzündung kann unterschiedlich lokalisiert sein. Häufig sind jedoch die Stirnhöhlen betroffen, was mit Schnupfen, Augendruck und Kopfschmerzen einher geht. In schlimmen Fällen, wenn es z.B. zu Fieber kommt, kann auch hier mit Antibiotika gabe geholfen werden.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu den Atmungsorganen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Die Riechschleimhaut ist vorwiegend im Bereich der unteren Nasenmuschel lokalisiert

□ B) Die Ohrtrompete (Eustachische Röhre) mündet in den Nasopharynx (Nasenrachen)

□ C) Der Gasaustausch findet in den Bronchiolen statt

□ D) In der Arteria pulmonalis fließt sauerstoffreiches Blut

□ E) Die dorsalen Lungengrenzen sind beim gesunden Erwachsenen im Regelfall bei tiefer Ein- und tiefer Ausatmung um 4 bis 6 cm verschieblich

 

Kommentar:

 

Antwort B) und E) sind richtig.

 

Zu A) = Falsch. Die Riechschleimhaut ist links und rechts im Dach der oberen Nasenhöhle lokalisiert.

Zu B) = Richtig. Die Ohrtrompete mündet in den Nasenrachen. Das ist die Verbindung zum Nasen/Rachenraum.

Zu C) = Falsch. Der Gasaustausch findet in den Alveolen (Lungenbläschen) statt.

Zu D) = Falsch. In der Arteria pulmonalis fließt, als einzige Arterie im Körper, sauerstoffarmes Blut.

Zu E) = Richtig. Bei einem gesunden Erwachsenen sind die Lungengrenzen bei Ein- und Ausatmung ca. 4 bis 6 cm verschieblich.

 

  1. Aussagenkombination

Eine Ihnen bekannte Patientin kommt mit ihrem 4-jährigen Sohn in die Praxis. Sie berichtet, dass der Junge seit gestern Fieber

und seit heute „komische“ Bläschen am Körper habe. Für sie sei das Ganze sehr anstrengend, da sie gerade in der 10. Woche

schwanger sei.

Welche der folgenden Aussagen zu Windpocken treffen zu?

  1. Die Mutter sollte dringend ihren Frauenarzt aufsuchen, um eine eigene Infektion auszuschließen
  2. Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird eine Impfung gegen Windpocken schon im Säuglings- bzw.

Kleinkindalter empfohlen

  1. Bei einer Windpockenerkrankung kann als Komplikation eine Pneumonie auftreten
  2. Bei einer Windpockenerkrankung besteht Behandlungsverbot für Heilpraktiker
  3. Bei dem Ungeborenen könnte es bei einer Windpockeninfektion der Mutter zu Fehlbildungen kommen

□ A) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort E) ist richtig

 

Zu 1. = Richtig. Das sollte die Mutter; da eine mögliche Erkrankung der Mutter gegeben ist. Das Risiko ist zwar sehr gering, jedoch ist es gegeben.

Zu 2. = Richtig. Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Windpocken ab dem 12. Monat.

Zu 3. = Richtig. Die Pneumonie ist die häufigste Nach Erkrankung bei Windpocken und wird typischerweise von  Streptokokken ausgelöst.

Zu 4. = Richtig. Windpocken ist eine Viruserkrankung, ausgelöst vom Varizella Zoster. Die Windpocken gehören zu den Infektionskrankheiten und stehen damit im Infektionsschutzgesetz §6 Abs. 1. Der Heilpraktiker hat hier Behandlungsverbot.

Zu 5. = Richtig. Das Risiko ist nicht sehr hoch, allerdings kann es zu Fehlbildungen wie verkürzte Gliedmaßen, Narben sowie Hirn-, Darm-, Augen- und Blasenproblemen kommen.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zum vegetativen Nervensystem treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Sympathikuswirkung führt zu einer Pupillenerweiterung

□ B) Sympathikuswirkung führt zu einem Blutdruckanstieg

□ C) Sympathikuswirkung führt zu einer Verengung der Bronchien

□ D) Parasympathikuswirkung führt zu einer Verminderung der Tränensekretion

□ E) Parasympathikuswirkung führt zu einer Steigerung der Herzfrequenz

 

Kommentar:

 

Die Antworten A) und B) sind richtig.

 

Der Sympathikus gehört zum vegetativen Nervensystem. Durch ihn werden Körperfunktionen innerviert die den Körper in erhöhte Leistungsbereitschaft versetzen. Der Parasympathikus ist der Gegenspieler. Er innerviert den Körper dazu, Aufbau, Regeneration und Energiereserven her zu stellen.

 

Zu A) = Richtig. Der Sympathikus führt durch die Dilatation des Musculus sphincter pupillae zu einer Mydriasis (Pupillenerweiterung)

Zu B) = Richtig. Durch erhöhte Leistungsberitschaftigkeit führt der Sypathikus zu einem Blutdruckanstieg. Der Organismus kann mehr leisten.

Zu C) = Falsch. Dieser Vorgang spart Energie, was die Aufgabe das Parasympathikusses ist. Der Sympathikus führt zu einer erweiterung der Bronchien, da Sauerstoff gebraucht wird.

Zu D) = Falsch. Der Parasympathikus regt die Drüsenfunktion an, somit auch die Tränendrüsen.

ZU E) = Falsch. Der Parasympathikus ist zuständig für Entspannung, hier würde eine Senkung der Herzfrequenz statt finden.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

Zum Mittelohr gehören:

□ A) Die Bogengänge

□ B) Die Paukenhöhle

□ C) Die Schnecke

□ D) Der Nervus vestibulocochlearis

□ E) Der Amboss

 

Kommentar:

 

Die Antworten B) und E) sind richtig

 

Zu A) = Falsch. Die Bogengänge gehören zum Innenohr

Zu B) = Richtig. Die Paukenhöhle ist Teil des Mittelohrs und ist mit Luft gefüllt.

ZU C) = Falsch. Die Schnecke gehört zum Innenohr. Dort werden die mechanischen Schallwellen in Elektrische Reize umgewandelt.

Zu D) = Falsch. Dieser Nerv leitet die umgewandelten elektrischen Reize an das Hirn weiter und gehört zum Innenohr.

Zu E) = Richtig. Der Amboss gehört, mit dem Hammer und dem Steigbügel zum Mittelohr. Zusammen bilden sie die Gehörknöchelchen, die zuständig sind, den ankommenden Schall weiter zu leiten und um zu wandeln in mechanische Wellen.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zur Galle trifft zu?

□ A) Die tägliche Produktionsmenge von Galle beträgt ca. 50 ml

□ B) Die Produktion von Gallensekret erfolgt in der Gallenblase

□ C) Ein Tumor im Bereich der Papilla Vateri kann zu einem Gallenrückstau führen

□ D) Der Sekretabfluß erfolgt über den Gallengang in den Pankreaskopf

□ E) Die Rückresorption der Gallensäuren erfolgt im Dickdarm

 

Kommentar:

 

Antwort C) ist richtig

 

Zu A) = Falsch. Der menschliche Körper produziert täglich ungefähr 700 ml Galle, die in der Gallenblase gespeichert wird.

Zu B) = Falsch. Die Produktion von Gallensekrete findet in der Leber statt und wird dann an die Gallenblase zur speicherung abgegeben.

Zu C) = Richtig. Die Papilla Vateri ist eine Schleimhautfalte im Zwölffingerdarm. Der Ductus choledochus (Gallengang) und der Ductus pancreaticus (Bauchspeicheldrüsengang) münden in die Papilla duodeni Vateri. Sitzt dort ein Tumor, kann der Abfluss der Galle gestört sein und es kommt zu einem Rückstau.

Zu D) = Falsch. Der Sekretabfluss erfolgt über den Gallengang in den Zwölffingerdarm nicht in den Pankreaskopf. Dieser Sekretabfluss mündet ebenfalls in den Zwölffingerdarm.

Zu E) = Falsch. Die Rückresorption erfolgt im Dünndarm.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der im Folgenden genannten Gefäße münden im Regelfall in die Vena portae (Pfortader)?

  1. Vena cava superior (obere Hohlvene)
  2. Vena mesenterica superior (obere Eingeweidevene)
  3. Vena mesenterica inferior (untere Eingeweidevene)
  4. Vena splenica (Milzvene)
  5. Venae hepaticae (Lebervenen)

□ A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort C) ist richtig

 

Vena portae = Die Pfortader. Sie transportiert aus allen unpaarigen Bauchorganen das nährstoffreiche Blut zur Leber.

 

zu 1. = Falsch. Die Vena portae (Pfortader) mündet in die Vena cava superior (obere Hohlvene) und von dort dann in den rechten Vorhof des Herzens.

zu 2. = Richtig. Die obere Eingeweide Vene mündet in die Pfortader.

zu 3. = Richtig. Auch die untere Eingeweiden Vene mündet in die Pfortader.

zu 4. = Richtig. Die Milz gehört zu den unpaarigen Bauchorganen. Die Milzvene mündet also auch in die Vena portae.

zu 5. = Falsch. Die Lebervenen münden nicht in die Vena portae, denn Endstation der Vena portae ist die Leber. Dort wird das Blut dann gefiltert und weiter in die Vena cava inferior abgegeben.

 

  1. Aussagenkombination

Eine 30-jährige Frau, die Sie wegen einer Alkoholabhängigkeit behandelt haben, kommt 1 Monat nach der Entbindung in Ihre

Praxis und bittet um Untersuchung ihres Sohnes. Welche der folgenden Angaben und Befunde stützen den Verdacht auf eine

Alkoholembryofetopathie?

  1. Geburtsgewicht 4000 g
  2. Körperlänge bei Geburt 53 cm
  3. Breiter, kurzer Nasenrücken
  4. Saugreflex auslösbar
  5. Mikrozephalie

□ A) Nur die Aussage 2 ist richtig

□ B) Nur die Aussage 3 ist richtig

□ C) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig

 

Zu 1. = Falsch. Geburtsgewicht für Jungen liegt zwischen 3,3 kg bis 4,1 kg. Das ist hier normal und weist auf keine Störungen hin. Hier wäre das Kind typisch untergewichtig.

Zu 2. = Falsch. Körperlänge eines neugeborenen Jungen 49,9 cm bis 53 cm, was auch hier im Normbereich ist. Hier wäre das Kind typisch kleinwüchsig.

Zu 3. = Richtig. Der Breite, kurze Nasenrücken zählt zu den typischen Gesichtsveränderungen bei der Alkoholembryofetopathie.

Zu 4. = Falsch. “Saugreflex auslösbar” ist ein normales, gesundes Verhalten eines Neugeborenen. Typisch ist beim Alkoholembryofetopathie, die gestörte Muskelentwicklung, was zu Saugreflex Störungen führen kann.

Zu 5. = Richtig. Ein klassisches Zeichen von Alkoholembryofetopathie ist die Mikrozephalie (Kleinköpfigkeit).

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur glatten Muskulatur treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Glatte Muskulatur arbeitet autonom

□ B) Unter dem Mikroskop ist typischerweise eine Querstreifung erkennbar

□ C) Bei Dehnung kommt es nach längerer Zeit zur Erschlaffung

□ D) Die Muskelkontraktion wird durch myogene Erregung ausgelöst

□ E) Der Muskeltonus wird über Muskelspindeln reguliert

 

Kommentar:

 

Die Antworten A) und D) sind richtig.

 

Zu A) = Richtig. Die glatte Muskulatur arbeitet autonom, befindet sich hauptsächlich in der Blase, dem Dünndarm und den Gefäßen. Die Quergestreifte Muskulatur arbeitet willkürlich. (Bis auf die Herzmuskulatur)

Zu B) = Falsch. Das ist das besondere, man kann keine Querstreifung erkennen, da die einzelnen Muskelfasern lockerer angeordnet sind wie bei der Skelettmuskulatur.

ZU C) = Falsch, Blase + Darm erschlaffen nicht (sonst würden alle „Windeln“ tragen), Die glatte Muskulatur arbeitet autonom, befindet sich hauptsächlich in der Blase, dem Dünndarm und den Gefäßen.

Zu D) = Richtig, die Kontraktionen werden über Reize ausgelöst (myogene Reize).

Zu E) = Falsch. Der Muskeltonus wird von Muskel- und Sehnenspindeln reguliert.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Schizophrenie treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Die Erstmanifestation liegt typischerweise zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr

□ B) In Deutschland erkranken etwa 5 % der Bevölkerung an Schizophrenie (Lebenszeitrisiko)

□ C) Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer

□ D) Suizidale Krisen treten typischerweise erst nach jahrelanger Erkrankung auf

□ E) Die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf

 

Kommentar:

 

Antwort A) und E) ist richtig

 

Zu A) = Richtig. Das typische Erkrankungsalter liegt zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr.

Zu B) = Falsch. In Deutschland erkranken etwa 2% bis 4% an Schizophrenie.

ZU C) = Falsch. Männer sind häufiger betroffen.

Zu D) = Falsch. Suizidgedanken gehören zur Schizophrenie dazu. Dabei muss man nicht jahre lang erkrankt sein.

  1. E) = Richtig. Das Risiko an Schizophrenie zu erkranken, ist für den Menschen, der in seiner Familie an Schizophrenie erkrankte hat, erhöht.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zum Schock treffen zu?

  1. Der systolische Blutdruck ist in der Regel unter 90 mmHg
  2. Warme Haut kann auf eine septische Ursache hinweisen
  3. Der abfallende Blutdruck führt unbehandelt zur Schockniere
  4. Der Filtrationsdruck der Niere bleibt unverändert
  5. Der Schock verläuft meist langsam und wenig eindrucksvoll

□ A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort C) ist richtig.

 

Beim Schock besteht ein Missverhältnis von Sauerstoffangebot und Sauerstoffbedarf.

 

Zu 1. = Richtig. Das Symptom ist typisch für den hypovolämischen Schock, dabei kann der systolische Wert bis unter 60 mmHg sinken.

Zu 2. = Richtig. Durch die Infektion im ganzen Körper, kann dieser Fieber erzeugen, was wiederum zu einer warmen Haut führen kann.

Zu 3. = Richtig. Der Blutdruck ist für die Bildung des Primärharns und dadurch auch für die Austreibung der Giftstoffe sehr wichtig. Durch den abfallenden Druck, kann die Niere nicht mehr richtig arbeiten und es kommt dann zur sogenannten “Schockniere”.

zu 4. = Falsch. Der Filtrationsdruck fällt mit dem Blutdruck ab. Bleibt also nicht unverändert. Auch hier kommt es zur Schockniere.

Zu 5. = Falsch. Der Schock ist ein akutes Kreislaufversagen, daher setzt er meistens plötzlich ein.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Faktoren können eine akute Verwirrtheit verursachen?

  1. Störungen des Elektrolythaushalts
  2. Fieberhafter Infekt
  3. Therapie mit einem Diuretikum
  4. Hypoglykämie
  5. Ateminsuffizienz

□ A) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort E) ist richtig.

 

Zu 1. = Richtig. Störungen des Elektrolythaushaltes können viele Ursachen haben. Häufig sind es Durchfall Erkrankungen, Diabetes oder Blasen und Nierenerkrankunge sowie die resorbtionsstörungen von Mineralien im Darm. Elektrolyte haben unterschiedliche Wirkungen bei Mangel oder Überdosierung. Verwirrung kann z.B. bei Eisenmangel (Sauerstoffunterversorgung) entstehen.

Zu 2. = Richtig. Durch das Fieber versucht der Körper Infekte auszuschwitzen. Dadurch verliert man Flüssigkeit und Mineralstoffe. Verwirrtheit kann auch hier auftreten z.B. in Form von Fieberträumen oder typische Fieberhaluzinationen.

Zu 3. = Richtig. Diuretika sind Mittel, die auf die Niere Wasser-Ausschwemmend wirken. Durch den Wasserverlust, bzw. auch Elektrolytverlust, kann es zu Verwirrungen kommen.

Zu 4. = Richtig. Der Unterzucker kann durch unterversorgung von Glucose des Gehirns zu Verwirrungen führen. Es kann auch bis zum Hypoglykämischen-Schock kommen.

Zu 5. = Richtig. Bei einer Ateminsuffizienz ist der Gasaustausch in den Alveolen  gestört. Dieser kann zu Sauerstoffmangel führen, was wiederum eine Verwirrtheit auslösen kann.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

Bei der Prüfung der Koordination und des Gleichgewichts mit dem Unterberger-Tretversuch

□ A) sind die Augen geschlossen

□ B) sind die Augen geöffnet

□ C) deutet eine Seitenabweichung nach links auf einen rechtsseitigen Fersensporn hin

□ D) sind 10° Seitenabweichung nach 100 Schritten pathologisch

□ E) sollte etwa 50-mal (ca. 1/2 bis 1 Minute) auf der Stelle getreten werden

 

Kommentar:

 

Antwort A) und E) ist richtig.

 

Der Unterberger-Tretversuch dient der Orientierung von Gang und Stand des Patienten. Dabei wird der Patient gebeten, die Hände nach vorn zu strecken, die Augen zu schließen und 50 mal auf der Stelle zu treten.

 

Zu A) = Richtig. Der Patient hat die Augen geschlossen.

Zu B) = Falsch. Der Patient sollte die Augen geschlossen haben.

Zu C) = Falsch. Seiten Abweichungen deuten auf schädigungen im Kleinhirn oder im Vestibularapparat hin.

Zu D) = Falsch. Der Unterberger-Tretversuch besteht aus nur 50 Schritten.

Zu E) = Richtig.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zur Anatomie des Schultergürtels trifft zu?

□ A) Das Schlüsselbein bildet ein Gelenk mit dem Schulterblatt

□ B) Der Musculus supraspinatus (Obergrätenmuskel) rotiert den Arm nach innen

□ C) Der Musculus latissimus dorsi (breitester Rückenmuskel) hebt den Arm über die Horizontale

□ D) Das Akromion (Schulterhöhe) ist ein Teil des Humeruskopfes

□ E) Das Schultergelenk ist ein Scharniergelenk

 

Kommentar:

 

Antwort A) ist richtig

 

Zu A) = Richtig. Das Schlüsselbein (Clavicula) ist mit dem Schulterblatt (Scapula) verbunden und sind an der Bewegung des Schultergelenks beteiligt.

Zu B)= Falsch. Nicht der m. supraspinatus sondern der m.subscapularis rotiert den Arm nach innen.

Zu C) = Falsch. Die pars descendens und ascendens, die zum m. Trapezius gehören, machen eine Horizontale Hebung des Arms möglich.

Zu D) = Falsch. Das Akromion ist ein Knochenvorsprung der Scapula und bildet den höchsten Punkt des Schulterblatts.

Zu E) = Falsch. Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk. Typische Scharniergelenke sind das Ellenbogengelenk und die Fingergelenke.

 

  1. Einfachauswahl

Ein 57-jähriger Patient klagt über seit dem Vortag bestehende Oberbauchschmerzen, die gürtelf.rmig in beide Flanken

ausstrahlen. Er leide an Übelkeit und musste heute erbrechen. Bei der Untersuchung zeigt sich eine erhöhte Temperatur

(38,5°C) und eine Gelbfärbung der Skleren. Das Abdomen ist gebläht und druckschmerzhaft.

Dies spricht am ehesten für eine/einen

□ A) akute Appendizitis

□ B) Herzinfarkt

□ C) akute Pyelonephritis

□ D) akute Pankreatitis

□ E) akute Gastritis

 

Kommentar:

 

Antwort D) ist richtig

 

Zu A) = Falsch. Die akute Appendizitis beginnt häufig unspezifisch mit diffusen Oberbauchbeschwerden, weniger gürtelförmig in beiden Flanken ausstrahlend. Erbrechen und Übelkeit bestehen auch, später dann kommt der Druckschmerz, Loslassschmerz, sowie positiver Burney und Lenz dazu. Auch lokalisiert sich der Schmerz dann in den rechten Unterbauch.

  1. B) = Falsch. Typische Symptome eines Herzinfarkts sind Angst, Übelkeit Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch, Zyanose, starke Schmerzen und massives Engegefühl.

Zu C) = Falsch. Die Nierenbeckenentzündung geht typischerweise mit Fieber und Schüttelfrost, einseitigem Flankenschmerz und Übelkeit und Erbrechen einher. Untypisch ist der gürtelförmige Oberbauchschmerz.

Zu D) = Richtig. Die akute Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) geht typischerweise mit gürtel förmigen Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen sowie Fieber einher. Die gelbfärbung der Skleren weist auch auf die Pankreas hin, da sie durch die Entzündung den Abfluss von Bilirubin über den Gallengang behindert.

Zu E) = Falsch. Eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) zeigt häufig keine Beschwerden und bleibt des öfteren vom Patienten unbemerkt. Typische Symptome können dennoch sein: Erbrechen, Übelkeit, Schmerzen im Epigastrium und Teerstühle. Die gelbfärbung der Skleren taucht hier nicht als Symptom auf.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) des Erwachsenenalters treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Affektive Störungen treten gehäuft begleitend auf

□ B) Die motorische Unruhe nimmt meist mit dem Alter deutlich zu

□ C) Missbrauch und Abhängigkeit von psychotropen Substanzen tritt gehäuft begleitend auf

□ D) Eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit besteht nicht

□ E) Männer erkranken seltener als Frauen

 

Kommentar:

 

Antwort A) und C) sind richtig

 

Zu A) = Richtig. Affektive Störungen treten gehäuft auf. Der Patient ist unruhig und “zappelig”.

Zu B) = Falsch, die motorische Unruhe geht mit zunehmendem Alter zurück. Die ADHS kann nach der Pubertät ausheilen.

Zu C) = Richtig, häufig haben Kinder mit ADHS ein erhöhtes Risiko, süchtig zu werden. Oft behandeln sich die betroffenen mit Zigaretten, Alkohol, Kokain oder Cannabis selbst.

Zu D) = Falsch, es gibt Medikamente die bei ADHS eingesetzt werden, wie z.B. Ritalin.

Zu E) = Falsch, Männer erkranken häufiger an ADHS als Frauen.

 

  1. Einfachauswahl

Welche Aussage zur hygienischen Händedesinfektion trifft zu?

□ A) Das Händedesinfektionsmittel wird nach dem Händewaschen auf die feuchten Hände aufgebracht

□ B) Die aufgebrachte Menge des Desinfektionsmittels muss so bemessen sein, dass die gesamten Hände bis

knapp über das Handgelenk satt benetzt sind (etwa 3-5 ml)

□ C) Das Händedesinfektionsmittel wird durch Aneinanderreiben der Hände gleichmäßig verteilt, so dass die Hände

vollständig benetzt sind und während 70 % der vom Hersteller deklarierten Einwirkungszeit feucht bleiben

□ D) Nach Ablauf der Einwirkungszeit sollen die Hände abgetrocknet werden

□ E) Das Nachbefüllen von Desinfektionsmittelspendern wird aus hygienischen Gründen empfohlen

 

Kommentar:

 

Antwort B) ist richtig

 

Zu A) = Falsch. Dieses Verfahren gehört zum chirurgischen Händedesinfektionsverfahren.

ZU B) = Richtig, ca. 3-5 ml werden gebraucht um die Hände bis knapp über die Handgelenke desinfizieren zu können.

Zu C) = Falsch, das Desinfektionsmittel zieht nach ca. 30 bis 40 Sekunden komplett ein.

Zu D) = Falsch, nach Ablauf der Einwirkungszeit sind die Hände trocken. Das abtrocknen mit einem Handtuch kann wieder zur neu Aufnahme von Keimen führen.

Zu E) = Falsch, aus hygienischen Gründen wird empfohlen, den Spender komplett zu wechseln, da sich auch dort Keime festsetzen können.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Urinuntersuchung trifft (treffen) zu?

  1. Der Nachweis von Kreatinin im Urin ist physiologisch
  2. Pflanzliche Kost führt zu basischem Urin (pH >7)
  3. Hochkonzentrierter Urin ist charakteristisch für Diabetes insipidus
  4. Cholesterin wird normalerweise mit dem Urin ausgeschieden
  5. Eine hohe Dichte des Urins (hohes spezifisches Gewicht) tritt bei starkem Schwitzen auf

□ A) Nur die Aussage 1 ist richtig

□ B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort C) ist richtig

 

Zu 1. = Richtig, Kreatinin entsteht aus dem Muskelstoffwechsel und wird über die Niere ausgeschieden. Kreatinin ist deswegen natürlicherweise im Urin. Eine erhöhung im Serum wäre nicht physiologisch und weist z.B. auf ein Nierenproblem hin.

Zu 2. = Richtig, pflanzliche Kost führt zu basischem Urin

Zu 3. = Falsch, hoch konzentrierter Urin ist typisch wenn man zu wenig getrunken hat, viel schwitzt.

Zu 4. = Falsch. Cholesterin wird über die Leber/Galle in den Darm abgegeben und dort wird es ausgeschieden.

Zu 5. = Richtig, durch das Schwitzen verliert der Körper flüssigkeit, Urin verdichtet sich.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

Die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde (allgemeine Heilpraktikererlaubnis)

  1. setzt die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in einem medizinischen Beruf voraus
  2. berechtigt grundsätzlich zur Anwendung nicht verschreibungspflichtiger, homöopathischer Arzneimittel
  3. berechtigt grundsätzlich zur Ausübung der Psychotherapie
  4. bescheinigt, dass der Inhaber über qualifizierte Kenntnisse der alternativen Heilmethoden verfügt
  5. schließt die Anwendung schulmedizinischer Behandlungsverfahren aus

□ A) Nur die Aussage 4 ist richtig

□ B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ E) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort B) ist richtig

 

Zu 1. = Falsch. Die Voraussetzungen sind:

  • Vollendung des 25. Lebensjahrs
  • erfolgreicher Hauptschulabschluss oder höherwertiger Abschluss
  • Zuverlässigkeit
  • gesundheitliche Berufseignung
  • Nachweis über die erfolgreiche Kenntnisüberprüfung durch das Gesundheitsamt

 

Zu 2. = Richtig. Der Heilpraktiker darf nicht verschreibungspflichtige und Homöopathische Arzneimittel anwenden.

Zu 3. = Richtig. In der Ausbildung zum Heilpraktiker ist die Psychotherapie mit inbegriffen.

Zu 4. Falsch

Zu 5. Falsch. Der Heilpraktiker darf schulmedizinische Verfahren anwenden.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Bei der Berufsausübung sind von Heilpraktikern zu beachten:

  1. Technische Regeln für biologische Arbeitsstoffe (TRBA 250)
  2. Medizinproduktegesetz (MPG) und Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV)
  3. Hygieneverordnung des Landes
  4. Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO)
  5. Infektionsschutzgesetz (lfSG)

□ A) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort E) ist richtig.

 

Zu 1. bis 5. = Richtig. Ja, das muss der Heilpraktiker alles beachten.

 

  1. Einfachauswahl

Bei einem Patienten tritt nach einem Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma eine zweistündige Erinnerungslücke für das Geschehen

nach dem Unfall auf.

Welche Diagnose trifft am ehesten zu?

□ A) Retrograde Amnesie

□ B) Alkoholentzugsdelir

□ C) Anterograde Amnesie

□ D) Organisches amnestisches Syndrom

□ E) Dissoziative Amnesie

 

Kommentar:

 

Antwort C) ist richtig.

 

Zu A) = Falsch. Die retrograde Amnesie ist eine Erinnerungslücke, bei der die betroffene Person, sich nicht mehr an Ereignisse vor einem Unfall erinnern kann.

Zu B) = Falsch. Die Frage war “nach einem Unfall mit Schädel-Hirn-Traum”, hat also nichts mit einem Alkoholentzugsdelir zu tun.

Zu C) = Richtig. Die Anterograde Amnesie ist eine Gedächtnisstörung, bei der die Merkfähigkeit für neue Bewusstseinsinhalte gestört ist. Dadurch kommt es zu Gedächtnisverlust die nach einem Unfall oder einem Trauma auftreten.

Zu D) = Falsch. Dieses Syndrom weist eine Merkfähigkeitsstörung für neue Bewusstseinsinhalte sowie aber auch zurückliegende Bewusstseinsinhalte auf. Konfabulation kann ein deutliches Merkmal sein.

Zu E) = Falsch. Hierbei fehlt der Person ganz oder auch nur teilweise Erinnerungen an ihre Vergangenheit.

 

  1. Mehrfachauswahl

Sie messen den Blutdruck (nach Riva Rocci) bei einem übergewichtigen Patienten, der einen erhöhten Oberarmumfang

aufweist, mit einer üblichen Blutdruckmanschette. Was müssen Sie bedenken?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Der gemessene Wert ist niedriger als der tatsächliche Blutdruckwert

□ B) Der gemessene Wert ist höher als der tatsächliche Blutdruckwert

□ C) Man sollte eine breitere Blutdruckmanschette verwenden

□ D) Man sollte eine schmälere Blutdruckmanschette verwenden

□ E) Man sollte die Messung am Unterarm durchführen

 

Kommentar:

 

Antwort B) und C) sind richtig.

 

Zu A) = Falsch. Der gemessene Wert ist höher als der tatsächliche Wert. Die übliche Blutdruckmanschette ist für einen erhöhten Oberarmumfang zu klein, weswegen mehr Druck aufgebaut wird und dadurch der Blutdruck steigt.

Zu B) = Richtig.

Zu C) = Richtig. Eine breitere Blutdruckmanschette führt hier zu einem richtigen Ergebnis.

Zu D) = Falsch. Eine kleinere Blutdruckmanschette würde zu einem noch größeren Druck führen. Der Blutdruck würde steigen.

Zu E) = Falsch. Der Blutdruck wird am Oberarm gemessen.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Obstipation bzw. Obstipationsprophylaxe treffen zu?

  1. Ballaststoffreiche Kost wirkt peristaltikanregend
  2. Der Patient soll viel trinken, das hält den Stuhl weich
  3. Eine unbehandelte Obstipation kann zum Ileus führen
  4. Eine Obstipationsprophylaxe ist erfolgreich, wenn der Patient jeden 2. Tag weichen Stuhl hat
  5. Bewegung wirkt peristaltikanregend

□ A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort E) ist richtig.

 

Zu 1. = Richtig, die Peristaltik ist unter anderem ein Bewegungsmuster des Darms. Der im Darm ankommende Balaststoffbrei hat die Fähigkeit Wasser zu binden, was zu einer ständigen zunahme des Volumens führt, welcher wiederum zusätzlich Druck auf die Darmwand ausübt und damit die Peristaltik anregt. Diese Antwort ist richtig.

Zu 2. = Richtig. Wasser macht den Stuhl weich.

Zu 3. = Richtig. Durch die ständige Ansammlung von nicht ausgeschiedenen Kot, führt diese Ansammlung zu einer Verstopfung und auf die Dauer zu einem Verschluss.

Zu 4. = Richtig

Zu 5. = Richtig

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Als Ursachen eines „akuten Hodens“ (akute Schmerzen im Bereich des Hodens) kommen typischerweise in Frage:

  1. Varikozele
  2. Orchitis
  3. Epididymitis
  4. Hodentorsion
  5. Hydrozele

□ A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

□ B) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

□ C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort B) ist richtig.

 

Zu 1. = Falsch. Auch bekannt unter Hodenkrampfader/Krampfaderbruch. Die Varikozele bereitet häufig keine Schmerzen. Diese Antwort ist falsch, kein “akuter Hoden”.

Zu 2. = Richtig. Das ist eine Hodenentzündung. Sie geht mit Schwellung und Schmerzen am Hoden einher.

Zu 3. = Richtig, eine Entzündung des Nebenhodens. Auch hier stehen Schmerz und Schwellungen als typisches Symptom im Vordergrund.

Zu 4. = Richtig, eine Hodenverdrehung, typische Symptome sind plötzlich einsetzende, starke Schmerzen im Hoden und in der Leistengegend. Häufig steht der betroffene Hoden höher als der nicht betroffene. Die Hodentorsion ist ein Notfall, da der Hoden nekrotisch werden kann.

Zu 5. =Falsch, eine Ansammlung seriöser Flüssigkeit im Hodensack, die mit Schwellung einher geht. Auch Wasserbruch genannt. Typischerweise macht die Hydrozele im Anfangsstadium keine Beschwerden, mit zunehmendem Verlauf, kann diese dann zu Schmerze führen. Diese Antwort ist falsch, da die Frage von einem “akuten Hoden” war, dieser aber erst im chronischen Verlauf zu Schmerzen führt.

 

  1. Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

Zu den typischen Methoden/Techniken der Psychoanalyse zählt:

  1. Shaping (Verhaltensausformung)
  2. Kognitive Umstrukturierung
  3. Bearbeitung der Übertragung
  4. Biofeedback
  5. Flooding

□ A) Nur die Aussage 1 ist richtig

□ B) Nur die Aussage 3 ist richtig

□ C) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

□ D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

□ E) Alle Aussagen sind richtig

 

Kommentar:

 

Antwort B) ist richtig.

Die Psychoanalyse soll durch Gespräche und freies Assoziieren innere Konflikte ans Licht bringen. Als Behandlungsverfahren ist die Psychoanalyse, wie auch andere Psychotherapien, darauf ausgerichtet, Hilfe bei seelischen Problemen zu bringen. Dazu gehören im Allgemeinen Störungen des Denkens, Fühlens, Erlebens und Handelns. Die Psychoanalyse basiert auf der Lehre von Sigmund Freud.

 

Zu 1. = Falsch. Shaping gehört zur Verhaltenstherapie, Verhaltens(aus)formung,, um falsch erlerntes Verhalten zu verändern. Verhaltensweisen werden in verschiedene Einzelschritte zerlegt und daraus schrittweise das gewünschte Verhalten aufgebaut.

Zu 2. = Falsch. Das gehört zur kognitiven Verhaltenstherapie die mit dem Wahrnehmen, Erkennen, Erinnern und Denken des Menschen arbeitet. Durch sie sollen die Lebenskonzepte des Menschen aufgedeckt und umstrukturiert werden.

Zu 3. = Richtig. Der Begriff “Übertragung” stammt aus der Psychoanalyse. Er bezeichnet einen Vorgang bei dem Ängste, Konflikte, Wünsche aus der Kindheit, auf neue Beziehungspersonen übertragen werden. Diese Übertragungen werden aufgedeckt und bearbeitet.

Zu 4. = Falsch, Biofeedback gehört zur Verhaltensmedizin, da es stark auf die Mitarbeit und die Körperwahrnehmung des Patientens baut. Dabei soll der Patient erkennen, dass er in bestimmten Situationen körperliche Reaktionen zeigt und lernen diese zu beeinflussen.

Zu 5. = Falsch, Flooding gehört zur Konfrontationstherapie, besonders der Angsttherapie. Der Patient wird stark mit seiner Angst konfrontiert, bis die Angst zurück gegangen ist.

 

  1. Mehrfachauswahl

Welche der genannten Untersuchungsbefunde bei einer 78-jährigen Patientin lässt Sie an eine Aortenklappenstenose

denken?

Wählen Sie zwei Antworten!

□ A) Schmetterlingsförmige Rötung der Wangen

□ B) Systolikum bei der Auskultation mit Maximum über dem 2. ICR rechts parasternal

□ C) Große Blutdruckamplitude (sog. ,,Wasserhammer“-Puls)

□ D) Fortgeleitetes Herzgeräusch in die Karotiden

□ E) Diastolisches Herzgeräusch

 

Kommentar:

 

Antwort B) und D) ist richtig.

 

zu A) = Falsch, auch bekannt unter Schmetterlingsflecht oder Lupus erythematodes. Sie ist eine systemische Autoimmunerkrankung und gehört zu den Kollagenosen. Der Lupus kann durch Gewebeschädigungen auch zu einer Endokarditis führen, häufig entsteht daraus eine Aorteninsuffizienz, nicht die Stenose.

zu B) = Richtig, die Aortenstenose gehört zu den systolischen Herzgeräuschen, also ist Systolikum hier schon einmal richtig. Die Aortenklappe ist auskultatorisch am 2. ICR rechts parasternal hörbar, weswegen auch das richtig ist.

zu C) = Falsch eine große Blutdruckamplitude entsteht typischerweise durch Klappeninsuffizienz, nicht durch Klappenstenosen.

zu D) = Richtig, aufgrund der Stenose, erzeugt die rechte Herzkammer einen größeren Druck. Durch diesen Druck sind die Strömungsgeräusche noch länger hörbar, besonders an den Karotiden (Halsschlagadern).

Zu E) = Falsch, die Aorteninsuffizienz würde ein diastolisches Herzgeräusch erzeugen, nicht die Aortenstenose.

Lösungsschlüssel Psychotherapie

Der Lösungsschlüssel ist nun mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig. Definitiv wird es dann sein wenn von Ansbach die offiziellen Lösungsschlüssel ausgegeben sind. (Letzter Stand: Do, 16.03.2017, 15:42 Uhr)

Lösungsschlüssel Psychotherapie Gruppe A

Hier siehst Du den vorläufig offiziellen Lösungsschlüssel für die Heilpraktikerprüfung Psychotherapie Gruppe A.

 

1 D
2 B
3 D
4 BE
5 B
6 B
7 B
8 D
9 B
10 AD
11 E
12 C
13 C
14 AC
15 B
16 D
17 D
18 C
19 E
20 CD
21 C
22 BE
23 A
24 B
25 A
26 C
27 D
28 CD
Lösungsschlüssel Psychotherapie Gruppe B

Hier siehst Du den vorläufig offiziellen Lösungsschlüssel für die Heilpraktikerprüfung Psychotherapie Gruppe B.

 

1 B
2 AD
3 B
4 CD
5 A
6 B
7 C
8 C
9 D
10 B
11 D
12 BE
13 D
14 D
15 B
16 E
17 A
18 CD
19 BE
20 C
21 D
22 D
23 C
24 C
25 B
26 E
27 AC
28 B
Fragen Psychotherapie Gruppe A

Fragen Psychotherapie Gruppe A (zum Teil schon kommentiert!)

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Zur selbstständigen Durchführung von Verhaltenstherapie bei psychisch kranken Menschen

    berechtigt grundsätzlich:

    1. Die Approbation als Arzt
    2. Das abgeschlossene Studium der Psychologie
    3. Die allgemeine Heilpraktikererlaubnis
    4. Die auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Heilpraktikererlaubnis
    5. Die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: D)

    zu 2. Nach dem abgeschlossenen Studium der Psychologie benötigt man erst eine Psychotherapeutenausbildung um psychisch kranke zu behandeln.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Folgende Symptome sprechen eher für ein Delir als für eine Alzheimer-Demenz:

    1. Akuter Beginn
    2. Klares Bewusstsein
    3. Hinweis auf eine körperliche Erkrankung oder Intoxikation
    4. Wortfindungsstörung
    5. Fluktuierender Symptomverlauf

    □ A) Nur die Aussagen1 und 5 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: B)

    zu 2. Falsch, nur die Demenz ist bewusstseinsklar.

    zu 4. Falsch, Wortfindungsstörungen können bei beiden Krankheitsbildern auftreten.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Typisch für eine Alkoholabhängigkeit sind:

    1. Craving
    2. Hyperarousal
    3. Dissoziation
    4. Kontrollverlust
    5. Tolleranzentwicklung

    □ A) Nur die Aussagen1 und 5 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: C)

    zu 2. Hyperarousal (Flashback, Intrusion) tritt bei Posttraumatischen Belastungsstörungen auf.

    zu 3. Dissoziationen sind typisch für Borderline oder Traumatisierungen.

    1. Mehrfachauswahl

    Welche der folgenden Aussagen zum Intelligenztest (z. B. HAWIE: Hamburg-Wechsler-Intelligenztestfür

    Erwachsene, Mittelwert 100, Standardabweichung 15) treffen zu?

    Wählen Sie  zwei Antworten!

    □ A) Ein IQ (Intelligenzquotient) von 50 entspricht der durchschnittlichen Intelligenz

    □ B) Bei einem IQ von 100 haben 50 % der Referenzgruppe einen höheren Intelligenzquotienten

    □ C) 30 % der Menschen liegen zwischen einem IQ von 85 bis 115

    □ D) Ein IQ von 115 entspricht einem Prozentrang von 99 (99 % der Referenzgruppe erreichen

    niedrigere Werte im Test)

    □ E) Ein IQ von weniger als 20 entspricht nach der ICD-10 einer schwersten Intelligenzminderung
    Richtig: B) und E)

    zu B) Der Intelligenzquotient 100 entspricht genau dem Mittelwert, dementsprechend sind 50% darüber und 50% darunter.

    1. Einfachauswahl

    Welches Krankheitsbild gilt am ehesten als Kontraindikation für das autogene Training?

    □ A) Eine Migräneerkrankung

    □ B) Eine akute paranoide Psychose

    □ C) Eine Bluthochdruckerkrankung

    □ D) Ein Schalfapnoesyndrom

    □ E) Eine psychosomatische Störung
    Richtig: B) Bei akuten Psychosen ist das autogene Training (wie alle Psychotherapieverfahren) kontraindiziert, weil der Patient dem Therapieablauf nicht folgen kann.

    1. Einfachauswahl

    Ein 65-jähriger Patient befindet sich seit einigen Wochen im Ruhestand. Seine Frau berichtet, dass er sich seither stark verändert habe. Er sei sehr zurückgezogen und wortkarg. Wenn er mit ihr spreche, äußere er nur Sorgen und Ängste.

    Welche Diagnose trifft für die Beschreibung am ehesten zu?

    □ A) Posttraumatische Belastungsstörung

    □ B) Anpassungsstörung

    □ C) Somatisierungsstörung

    □ D) Abhängige Persönlichkeitsstörung

    □ E) Angststörung
    Richtig: B)

    Die zeitliche Abfolge (einige Wochen), das auslösende Ereignis (Berentung) und die Symptomatik (Ängste und Sorgen) sprechen für eine Anpassungsstörung.

    1. Einfachauswahl

    Welche Aussage trifft zu?

    Der Begriff „Polytoxikomanie“ bezeichnet üblicherweise

    □ A) eine manische Phase, die durch eine Vergiftung hervorgerufen wird

    □ B) eine Mehrfachabhängigkeit von verschiedenen psychotrop wirkenden Substanzen

    □ C) eine Zwangserkrankung, bei der Vergiftungsängste im Vordergrund stehen

    □ D) ein Entzugssyndrom mit manischen Symptomen

    □ E) eine akute Intoxikation mit Arzneimitteln
    Richtig: B)

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Typisch für eine Borderline-Persönlichkeitsstörungen sind:

    1. Hypersomnie
    2. Anhaltende akustische Halluzinationen
    3. Chronisches Gefühl innerer Leere
    4. Impulsivität
    5. Selbstschädigende Handlungen

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: D)

    zu 1. Falsch, Schlafsucht spricht nicht für Borderline.

    zu 2. Falsch, Halluzinationen sprechen für Psychosen und nicht für Persönlichkeitsstörungen.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen zu Ursachen und Symptomen der Schizophrenie treffen zu?

    1. Nach aktueller Auffassung besteht eine multifaktorielle Krankheitsentstehung
    2. Für eine genetische Komponente gibt es bisher keine Hinweise
    3. Bei der akuten paranoiden Schizophrenie wird das klinische Bild von den Symptomen

    Affektverflachung und Antriebsstörung beherrscht

    1. Bei manchen Patienten bestehen körperliche Wahrnehmungsstörungen (Zönästhesien)
    2. Das schizophrene Residuum ist vorwiegend durch Positivsymptome gekennzeichnet

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

    □ E) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
    Richtig: B)

    zu 2. Falsch, genetische Komponente erwiesen.

    zu 3. Falsch, hier herrscht Positivsymptomatik mit Verfolgungswahn und Halluzinationen vor.

    zu 5. Falsch, vorwiegend Negativsymptomatik.

    1. Mehrfachauswahl

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Wählen Sie  zwei Antworten!

    Ein Patient mit bekannter Abhängigkeitserkrankung befindet sich in Ihrer regelmäßigen

    psychotherapeutischen Behandlung. Beim aktuellen Gesprächstermin zeigt er ein verändertes Verhalten. Zusätzlich fallen Ihnen sehr weite Pupillen (Mydriasis) auf.

    □ A) Kokain

    □ B) Morphin

    □ C) Buprenorphin (z. B. Subutex®)

    □ D) Methamphetamin

    □ E) Heroin
    Richtig: A) und D)

    Sowohl bei der Einnahme von Kokain, als auch bei der Einnahme von Methamphetaminen treten geweitete Pupillen auf. Die anderen genannten Substanzen verengen die Pupillen.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Nebenwirkungen können bei der Therapie mit Lithiumpräparaten auftreten?

    1. Tremor
    2. Vermehrte Harnausscheidung (Polyurie)
    3. Gewichtszunahme
    4. Übelkeit
    5. Gesteigertes Durstempfinden

    □ A) Nur die Aussagen1 und 4 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: E)

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Typische Merkmale des somatischen Syndroms bei einer depressiven Episode (nach ICD-10) sind:

    1. Appetitverlust
    2. Frühmorgendliches Erwachen
    3. Schuldgefühle, Gefühl von Wertlosigkeit
    4. Libidoverlust
    5. Suizidgedanken

    □ A) Nur die Aussagen1 und 2 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    zu 3. und 5. Falsch, zählt zu den Nebensymptomen der Depression laut ICD-10, aber nicht zum somatischen Syndrom.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen stützen im Rahmen der Differenzialdiagnose die

    Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach ICD-10?

    1. Die Symptomatik wird spontan und ausführlich berichtet
    2. Der Betroffene berichtet über erhöhte Schreckhaftigkeit und Vigilanzsteigerung
    3. Der Betroffene vermeidet die Konfrontation mit traumabezogenen Inhalten
    4. Der Betroffene hat keine Erinnerungen oder Träume, in denen das belastende Ereignis wieder auftritt
    5. Beim Bericht über Flashbacks bestehen vegetative Erregung und emotionale Anspannung

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

    □ E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
    Richtig: C)

    zu 1. Falsch, es ist meist eine Latenz von Wochen bis Monaten zu beobachten.

    zu 4. Falsch, meist treten Flashbacks und Albträume auf.

    zu 5. Richtig, die Erinnerungen lösen die Angst und damit auch die Erregung und Anspannung aus.

    1. Mehrfachauswahl

    Welche der folgenden Störungen gehören zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen?

    Wählen Sie  zwei Antworten!

    □ A) Benommenheit

    □ B) Verwirrtheit

    □ C) Sopor

    □ D) Bewusstseinseinengung

    □ E) Halluzinationen
    Richtig: A) und C)

    zu B) und D) Falsch, qualitative Bewusstseinsstörung

    zu E) Falsch, Wahrnehmungsstörung, keine Bewusstseinsstörung.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen zur Bulimia nervosa treffen zu?

    1. In der Vorgeschichte lässt sich häufig eine Episode einer Anorexia nervosa nachweisen
    2. Die Betroffenen betreiben teilweise einen Missbrauch von Abführmitteln,

    Schilddrüsenpr.paraten oder Diuretika

    1. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen
    2. Der Body-Mass-Index liegt typischerweise unter 17,5 kg/m2
    3. Die Betroffenen zeigen häufig depressive Symptome

    □ A) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: B)

    zu 1. Richtig, diese Formulierung steht sogar eins zu eins so in der ICD-10.

    1. Einfachauswahl

    Eine Mutter kommt mit ihrer 5-jährigen Tochter in Ihre Praxis. Sie beklagt, dass ihr Kind im Vergleich zu anderen auffällig unkonzentriert sei, sich leicht ablenken lasse, nicht länger still sitzen könne sowie neben raschen Stimmungswechseln auch zu unbegründeten Wutanfällen neige.

    Woran denken Sie am ehesten?

    □ A) Rett-Syndrom

    □ B) Lese- und Rechtschreibstörung (LRS)

    □ C) Frühkindlicher Autismus

    □ D) Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

    □ E) Tic-Störung
    Richtig: D)

    Konzentrationsstörungen, gestörte Impulskontrolle, Hyperaktivität sprechen eindeutig für ADHS.

    1. Einfachauswahl

    Welche Aussage trifft zu?

    Das präsuizidale Syndrom nach Ringel umfasst die Trias:

    □ A) Aggressionsumkehr, Suizidversuch, Depressivität

    □ B) Vereinsamung, Suizidversuch, Depressivität

    □ C) Selbstverletzendes Verhalten, Arbeitslosigkeit, Halluzinationen

    □ D) Einengung, Aggressionsumkehr, Suizidphantasien

    □ E) Suizidphantasien, Suizidversuch, selbstverletzendes Verhalten
    Richtig: D)

    1. Einfachauswahl

    Welche Aussage trifft zu?

    Übertragung und Gegenübertragung

    □ A) stören der geordneten Ablauf einer Psychotherapie

    □ B) begründen ein reguläres Vertragsverhältnis zwischen Patient und Behandler in der

    Richtlinienpsychotherapie

    □ C) beschreiben Gefühlsreaktionen zwischen Therapeuten und Patienten im

    psychotherapeutischen Prozess

    □ D) werden in der Verhaltenstherapie besonders gefördert

    □ E) dienen der fortlaufenden Abgleichung der Psychotherapieziele zwischen Therapeut und

    Patient
    Richtig: C)

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Störungen der Psychomotorik bei Schizophrenie können sein:

    1. Katalepsie
    2. Negativismus
    3. Derealisation
    4. Mutismus
    5. Parathymie

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

    □ E) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
    Richtig: E)

    zu 3. Falsch, Ich-Störung

    zu 5. Falsch, gestörte Affektivität.

    1. Mehrfachauswahl

    Welche der folgenden Aussagen zur rechtlichen Betreuung treffen zu?

    Wählen Sie  zwei Antworten!

    □ A) Bei behandlungsuneinsichtigen psychisch Kranken kann das Gesundheitsamt eine Betreuung anordnen

    □ B) Die Behandlung von Menschen mit Betreuung ist Heilpraktikern grundsätzlich nicht gestattet

    □ C) Die Entscheidung über die Bestellung eines Betreuers trifft das Gericht

    □ D) Die Errichtung einer Betreuung gegen den Willen eines Betroffenen kann auch durch nahe Angehörige angeregt werden

    □ E) Eine Betreuung bleibt lebenslang bestehen
    Richtig: C) und D)

    zu A) Falsch, das kann das Gesundheitsamt nicht, nur das Gericht. Fehlende Krankheitseinsicht ist außerdem kein ausreichender Grund für eine Betreuung.

    zu D) Richtig, ANGEREGT werden. Entscheiden tut dann das Gericht.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen für den Umgang mit suizidgefährdeten Patienten treffen zu?

    1. Je konkreter die Ideen über den Suizid sind, um so größer ist die Suizidgefahr
    2. Depressive Patienten dürfen nicht nach ihren suizidalen Ideen exploriert werden.
    3. Die suizidale Gefährdung bei Patienten mit Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis ist vergleichbar mit der der Allgemeinbevölkerung
    4. Bei depressiven Patienten können sich suizidale Tendenzen in der Anfangsphase der

    medikamentösen Behandlung verstärken

    1. Bei Alkoholabhängigkeit ist das Suizidrisiko erhöht.

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: C)

    zu 2. Falsch, wir müssen explorieren

    zu 3. Falsch, Schizophrene haben bis zu 50% Suizidversuche (lifetime) und bis zu 10% Suizide.

    1. Mehrfachauswahl

    Ein 50-jähriger Mann mit bekannter Alkoholkrankheit wird von Angehörigen Ihre Praxis gebracht.

    Welche der folgenden Befunde stützen den Verdacht auf ein Korsakow-Syndrom?

    Wählen Sie  zwei Antworten!

    □ A) Akustische Halluzinationen

    □ B) Störung des Kurzzeitgedächtnisses

    □ C) Ausgeprägte Bewusstseinseintrübung

    □ D) Größenwahn

    □ E) Deutliche Störung des Zeitgefühls
    Richtig: B) und E)

    zu A) Falsch, das spricht eher für eine Alkoholhalluzinose.

    zu C) Falsch, das spricht eher für ein Delir.

    zu D) Falsch, bei Korsakow ist Wahn untypisch.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

    Die wahnhafte Störung ist nach ICD-10 charakterisiert durch:

    1. Lang anhaltenden Wahn
    2. Stupor
    3. Antriebsstörung
    4. Denkzerfahrenheit
    5. Anhaltende akustische Halluzinationen

    □ A) Nur die Aussagen 1 ist richtig

    □ B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

    □ E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
    Richtig: A)

    Bei wahnhaften Störungen treten außer dem Wahn keine weiteren Symptome auf.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Verfahren zählen zu den Psychotherapieverfahren?

    1. Schematherapie
    2. Gestalttherapie
    3. Lichttherapie
    4. Schlafentzugstherapie
    5. EMDR (Eye Movement Desensitization an Reprocessing)

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: B)

    zu 3. und 4. Falsch, das sind somatische (körperliche) Verfahren, die bei der Depression ihre Anwendung finden.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Die dissoziale Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) ist charakterisiert durch:

    1. Fehlende Bereitschaft zur Mitgliedschaft in Vereinen (z. B. Sportverein)
    2. Zurückgezogene Lebensweise
    3. Unsicherer Persönlichkeit
    4. Sehr geringe Frustrationstoleranz und niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten
    5. Fehlendes Schuldbewusstsein

    □ A) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

    □ E) Alle Aussagen sind richtig
    Richtig: A)

     

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen zu Entwicklungsstörungen treffen zu?

    1. Bei einer isolierten Artikulationsstörung ist nur das Sprachverständnis außerhalb der Norm reduziert
    2. Der frühkindliche Autismus tritt vorwiegend bei Mädchen auf
    3. Bei der expressiven Sprachstörung ist die Intelligenzentwicklung in der Regel nicht gestört
    4. Bei der rezeptiven Sprachstörung ist das Sprachverständnis nicht gestört
    5. Ein Beispiel für eine Artikulationsstörung ist das Lispeln (Sigmatismus)

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

    □ E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
    Richtig: C)

    zu 1. Falsch, nur die Aussprache ist gestört.

    zu 2. Falsch, vorwiegend Jungs.

    zu 3. Richtig, Intelligenzstörungen sind ein Ausschlusskriterium für eine umschriebene Entwicklungsstörung

    zu 4. Falsch, rezeptiv betrifft gerade das Aufnehmen und Verstehen.

    1. Aussagenkombination

    Welche der folgenden Aussagen zum Störungsbild der sozialen Phobie treffen zu?

    1. Die Symptome treten in (fast) allen Lebensbereich auf
    2. Die Störung ist gekennzeichnet durch eine deutliche Furcht, sich in sozialen Situationen auf peinliche oder erniedrigende Weise zu verhalten
    3. Typische hinzukommende Symptome sind Erröten, Zittern oder die Angst zu erbrechen
    4. Patienten mit einer sozialen Phobie weisen nur selten ein niedriges Selbstwertgefühl auf
    5. Die Ängste in sozialen Situationen werden als übertrieben bzw. unvernünftig erlebt

    □ A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

    □ B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

    □ C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

    □ D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

    □ E) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
    Richtig: D)

    zu 1. Falsch, nur in sozialen Situationen.

    zu 4. Falsch, die Erkrankten haben meist ein niedriges Selbstwertgefühl.

    zu 5. Richtig, eine Krankheitseinsicht besteht.

    1. Mehrfachauswahl

    Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

    Wählen Sie  zwei Antworten!

    Zu den Negativsymptomen einer Schizophrenie zählen:

    □ A) Katatonie

    □ B) Bizarres Verhalten

    □ C) Apathie

    □ D) Anhedonie

    □ E) Halluzinationen
    Richtig: C) und D)

    zu A) Falsch, katatone Symptome betreffen die Psychomotorik.

    zu B) Falsch, bizarres Verhalten zählt nicht zur Negativsymptomatik.

    zu C) Richtig, Teilnahmslosigkeit, fehlender Pathos, Apathie zählt zur Negativsymptomatik.

    zu D) Richtig, die Unfähigkeit Lust zu empfinden zählt zur Negativsymptomatik.

    zu E) Falsch, Halluzinationen zählen zur Positivsymptomatik

 

Wie schaut es bei Dir aus?

Hast Du nach den vorläufigen Lösungsschlüsseln bestanden?

Herzlichen Glückwunsch! Der erste Schritt ist gemacht.

Hier sind unsere Empfehlungen, um Dich optimal auf die mündliche Prüfung vorzubereiten: 

Für Deine Prüfung!

Was wir Dir vor der schriftlichen Prüfung und nach der schriftlichen Prüfung besonders empfehlen: